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Simply Pfandbrief – simply good

„Simply Pfandbrief – simply good“, dieses Fazit zog Henning Rasche, Präsident des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken, anlässlich eines Pressegespräches am 26. Februar in Frankfurt am Main. Der deutsche Pfandbrief hat seine Premiumqualitäten in den vergangenen Monaten einmal mehr unter Beweis gestellt. Seine besondere Sicherheit und hohe Marktdurchdringung machen ihn auch in stürmischen Zeiten zu einem sicheren Hafen für Kapitalanleger und zu einer verlässlichen Refinanzierungsquelle für Emittenten. Konservative Kreditstandards schließen subprime aus.

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Pfandbrief stützt Bankenliquidität
Angesichts der im In- und Ausland anerkannten Bonität des deutschen Pfandbriefs konnten die Emittenten von Pfandbriefen auch nach Ausbruch der Subprime-Krise Liquidität zu kaum veränderten Konditionen aufnehmen, während Verbriefungen und einige pfandbriefähnliche Produkte des Auslands (sogenannte Covered Bonds) Ausweitungen von 40 bis 80 Basispunkten hinnehmen mussten. Neben den sogenannten Benchmark-Emissionen ab einer Milliarde Euro (Jumbo Pfandbriefe) begeben Pfandbriefbanken in großem Umfang traditionelle Inhaber- und Namenspfandbriefe (zwei Drittel der ausstehenden Pfandbriefe sind sogenannte traditionelle Pfandbriefe) und stoßen damit auf stetige Nachfrage bei Abnehmern aus Versicherungen, Banken, Pensions- und Investmentfonds am deutschen Markt. So konnten die Pfandbriefbanken mit traditionellen Inhaber- und Namenspapieren von August bis Oktober 2007 insgesamt 50 Mrd. Euro am Markt aufnehmen. Zusammen mit Jumbo Emissionen und Aufstockungen summierte sich dies auf 58 Mrd. Euro.

Pfandbriefe vor subprime geschützt
Die strengen Kreditstandards des Pfandbriefgesetzes verhindern, dass niedrige Kreditqualitäten einen Weg in die Deckungsmassen der Pfandbriefemittenten finden können: Bei Hypothekenpfandbriefen, die etwa ein Viertel aller umlaufenden Pfandbriefe ausmachen sind nur 60 % des nach konservativen Grundsätzen ermittelten Beleihungswertes der finanzierten Immobilien deckungsfähig und über den Pfandbrief refinanzierbar. Die Überprüfung der ermittelten Werte ist in regelmäßigen Abständen vorgeschrieben und bei Verschlechterung der Deckungswerte ggf. anzupassen. Strukturierte Wertpapiere wie MBS oder CDOs sind als Deckungswerte nicht zugelassen. Im Fall von Öffentlichen Pfandbriefen sorgen strenge Auswahlkriterien für die nachhaltige Wertbeständigkeit der Deckungswerte. So können nur Forderungen gegen öffentliche Schuldner aus der Europäischen Union, den EWR-Staaten sowie den USA, Kanada, Japan und der Schweiz in Deckung genommen werden, wenn die staatliche Haftung unzweifelhaft besteht.

Transparenz – Gebot der Stunde
Die Finanzmarktkrise hat deutlich gemacht wie wichtig das Thema Transparenz in Kapitalmarktprodukten ist. Komplexe und intransparente Strukturen dürften künftig prohibitiv teuer werden. Pfandbriefe sind eine sehr homogene Assetklasse und bieten ein Maß an Transparenz das seines gleichen sucht. Die Verpflichtung zur quartalsweisen Veröffentlichung wichtiger Kennzahlen der Deckungsmassen macht die Zusammensetzung der Deckungsmassen transparent und im Zeitablauf vergleichbar. Die durch das Pfandbriefgesetz bewirkte Standardisierung verleiht dem per Dezember 2007 rund 890 Mrd. Euro schweren Pfandbriefmarkt eine Tiefe, die nur vom Markt für Staatsanleihen übertroffen wird.