Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Siebzehn Unternehmen haben Interesse an Gütersloh

Mit siebzehn Unternehmen ist Rainer Venhaus, Leiter des Fachbereichs Immobilienwirtschaft der Stadt Gütersloh, zur Zeit im Gespräch. Von diesen Unternehmen liegen der Verwaltung Anfragen für den Erweb von Gewerbe-, Industrie- beziehungsweise Mischgebietsbauland vor. Für das Interesse am Standort Gütersloh gibt es laut Venhaus drei gute Gründe: Begehrt sei der Standort erstens als Stadt an der Autobahn, zweitens sei er von Interesse für heimische Unternehmen, die expandieren wollen und drittens stimme in Gütersloh das Preisniveau. Die siebzehn Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen fragen ein Flächenvolumen von insgesamt rund 101.400 m² nach.

.

Dieser Nachfrage steht ein verfügbarer städtischer Bestand an Gewerbe-, Industrie- und Mischgebietsbauland von insgesamt 309.608 m² gegenüber. Hierbei handelt es sich um 229.089 m²
Gewerbebauland, 66.100 m² Industriebauland und um 14.419 m² Mischgebietsbauland. In diesen Beständen sind die noch nicht erschlossenen Flächen im Bereich des Bebauungsplanes Nr. 271 „westlich der Osnabrücker Landstraße“ mit einer Größe von 52.107 m² enthalten. Inklusive sind auch 20.000 m², die erst durch eine Arrondierung mit noch nicht im Eigentum der Stadt stehenden Gewerbe- und Industriebauflächen verkauft werden können.

Man müsse dennoch dran bleiben, betont Venhaus, und auch in Zukunft Flächen ausweisen, damit das Angebot weiterhin stimme. Auch der erste Beigeordnete Dr. Klaus Wigginghaus verweist auf die Konkurrenzsituation im Umfeld, die für die Entwicklung von Gewerbegebieten eine ständige Herausforderung darstelle. Auf der derzeitig guten Lage dürfe man keineswegs ausruhen“, warnt Wigginghaus.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr kann Venhaus darauf verweisen, dass die Stadt fast jeden Wunsch erfüllen konnte. In der Zeit vom 1.11.2004 bis 31.12.2005 hat der Grundstücksausschuss über die Kaufwünsche von elf Firmen mit einer nachgefragten Grundstücksgröße von insgesamt rund
59.600 Quadratmetern beraten. Aufgrund des vorhandenen Flächenangebotes konnte der Grundstücksausschuss in allen Fällen seine Bereitschaft erklären, den Firmen eine geeignete und auch die gewünschte Gewerbe-, Industrie- oder Mischgebietsfläche zur Verfügung zu stellen.

Nach eingehenden Abstimmungsgesprächen innerhalb der Verwaltung mit der Beteiligung der Fachbereiche Wirtschaftsförderung, Stadtplanung, Bauordnung sowie der Begleitung und Unterstützung der Unternehmen bis zur Einreichung der Bauantragsunterlagen konnten in diesem Zeitraum insgesamt 24.246 m² Gewerbebauland im Bereich des Bebauungsplanes Nr. 154 an der Osnabrücker Landstraße an vier Unternehmen verkauft werden.

Bei den Beratungsgesprächen mit den Unternehmen werde insbesondere auch die Frage der Arbeitsplatzdichte auf der gewünschten Fläche angesprochen und beachtet, informiert Venhaus.

Ob und in welchem Umfang in den kommenden Jahren weitere Gewerbe- und Industriebauflächen benötigt werden, hänge von vielen zum Teil sehr unterschiedlichen Faktoren ab. Es solle aber das Ziel der Stadt bleiben, auf Nachfragen nach Gewerbe- und Industriebauland jederzeit ein Angebot machen zu können, so Venhaus.

Wigginghaus verweist auf die Vorlaufzeiten: Gerade im Hinblick auf die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes 2020 (FNP) müsse gesehen werden, dass die Darstellung von Gewerbeflächen im FNP erst eine Option auf die tatsächliche Entwicklung derartiger Flächen darstelle. Die konkrete Entwicklung von Gewerbe- und Industriebauland auf der Grundlage eines Bebauungsplanes benötige bekanntlich einer längeren Vorlaufzeit.


Foto: Rainer Venhaus, (rechts) Leiter des Fachbereichs Immobilienwirtschaft, und der erste Beigeordnete Dr. Klaus Wigginghaus