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Stagnation seit 5 Jahren

Schuheinzelhandel tritt auf der Stelle

Obwohl die Österreicher Jahr für Jahr mehr Geld für Schuhe ausgeben, profitiert der stationäre Schuhhandel seit Jahren davon überhaupt nicht: Branchenfremde und Online schöpfen die Zuwächse ab.

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Jährlich werden 1,5 Milliarden Euro neu verteilt
Jährlich geben die Österreicher und die Touristen etwa 1,5 Milliarden € für Schuhe aus. In den Schuhgeschäften werden davon aber nur 1,2 Milliarden ausgegeben, der Rest fließt in andere stationäre Vertriebskanäle (Bekleidungshandel, Sportartikelhandel, Lebensmittelhandel) oder aber zu Amazon und Co. Und obwohl die Menschen Jahr für Jahr mehr Geld für diese Waren ausgeben, stagniert der stationäre Handel mit Schuhen.

Deichmann strebt nach Marktführerschaft
Nachdem noch vor wenigen Jahren der österreichische Schuhhandel durch die beiden Grazer Unternehmen Leder & Schuh AG (Humanic, Jello, etc.) und Stiefelkönig-Delka fest in heimischer Hand war, setzt nun Deichmann - wie bereits in so vielen anderen europäischen Ländern - zur Top-1-Position an: Der Marktführer Leder & Schuh-AG, der gut ein Viertel des Marktes abdeckt, wird bereits knapp verfolgt von Deichmann. Die weiteren Plätze im Ranking nehmen die Schuhhändler-Kooperationen (ANWR-Garant und Ring-Schuh) ein. Am dynamischsten zeigt sich derzeit der polnische Newcomer CCC. Zwar ist der Marktanteil per Ende 2015 mit etwa 2,5 % noch bescheiden, aber auf Grund der raschen Expansion ist eine deutliche Steigerung zu erwarten.

Internet gewinnt
Der Onlineeinkauf im Schuhhandel liegt derzeit bereits bei 21 %, allerdings mit nur mehr geringeren Zuwachsraten als noch vor 2 Jahren, wobei die Gewinner vor allem die „pure player“ (Amazon, Zalando, etc.) sind. Aber auch der stationäre Handel beginnt diese Vertriebslinie allmählich zu lieben und eröffnet Online-Shops, obwohl noch vor wenigen Jahren die Meinung vorherrschte, dass Schuhe gar nicht onlinefähig wären.

Bekleidungshändler, Spezialisten und Monolabelstores knabbern am Kuchen
Die angesagten Bekleidungshändler wie Zara, H&M, Primark, etc. können mit ihren bescheidenen Schuhsortimenten auf Grund der Standortexpansion immer höhere Umsätze erzielen. Seit einigen Jahren entstehen zudem verstärkt Laufshops und andere Spezialisten, ebenso Monolabelstores (Geox, Crocs, Tamaris, etc.). All das macht es für die „eingesessenen“ Schuhhändler nicht einfacher. Man muss wohl in der nächsten Zeit, so wie auch schon in den letzten fünf Jahren, mit Standortschließungen rechnen.