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Schuheinzelhandel drängt mit neuen Konzepten in 1a-Lagen

Der Schuheinzelhandel drängt mit neuen Konzepten in die 1a-Lagen. Nach einer Untersuchung des auf Einzelhandelsimmobilien spezialisierten Beratungsunternehmens Kemper’s sortiert sich der Schuhhandel derzeit neu und präsentiert sich als eine der stärksten Nachfragegruppen für hochwertige Einzelhandelsflächen in 1a-Lagen. Etliche neue Lifestyle- und Herstellermarken bauen eigene Vertriebswege auf und zeigen sich expansionsfreudig. Trotz des starken Wettbewerbs in der Branche prognostiziert Kemper’s einen Anstieg des Schuhanteils in den 1a-Lagen, der derzeit bei etwa 5 bis 8 Prozent liegt.

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Schuheinzelhandel stellt sich neu auf
Der Schuheinzelhandel weist derzeit eine hohe Dynamik auf. Während inhaber-geführte Handelsunternehmen unter dem Strukturwandel in der Branche leiden, legen große Filialisten und lifestyleorientierte Spezialisten deutlich zu. Gleichzeitig gewinnt wie in der Textilbranche der Aufbau herstellereigener Vertriebswege enorm an Bedeutung. Immer mehr Hersteller drängen mit Monolabelstores in die 1a-Lagen und suchen die direkte Nähe zum Kunden. Auch Großformate wie Deichmann, Görtz, Leiser, Reno, Roland oder Salamander weiten ihre Präsenz aus. Zudem stellt Kemper’s einen hohen Zuwachs internationaler Labels fest, die erfolgreich auf dem deutschen Markt expandieren. Beispiele sind etwa das spanische Label Camper, der italienische Anbieter Geox oder Humanic aus Österreich. Laut Kemper’s ist besonders im höher- und hochwertigen Bereich, etwa bei Labels wie Hugo Boss, zusätzliche Dynamik zu erwarten. Auch der Bereich Urban-, Street- und Sportswear wächst mit Schuhen.

Anteil des Schuhhandels in 1a-Lagen zwischen 5-8 Prozent
Bezogen auf die Anzahl der Geschäfte liegt der Anteil der Schuhanbieter in den wichtigsten 375 Einkaufsstraßen Deutschlands im Durchschnitt zwischen 5 und 8 Prozent. In Einzelfällen erreicht der Schuhanteil auch Anteile von über 10 Prozent. Bestes Beispiel für Toplagen mit ausgeprägter Schuhkompetenz sind etwa die Kölner Schildergasse oder die Stuttgarter Königstraße.

Schuhhandel mietet etwa 5 Prozent der verfügbaren Flächen
Laut Kemper’s wurden etwa 5 Prozent der in den ersten drei Quartalen 2006 vermittelten Einzelhandelsflächen in 1a-Lagen von Schuhanbietern angemietet. Nach Textilien ist der Schuhhandel damit zusammen mit dem Buchhandel und Drogerien eine der stärksten Nachfragegruppen auf dem Markt für hochwertige Ladenlokale. Die Nachfrage richtet sich vorwiegend auf gut frequentierte 1a-Lagen in größeren Städten. Immer häufiger werden aber auch Standorte in kleineren Städten gesucht.

Stärkste Nachfrage im Bereich 250 bis 500 m²
Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung fragt der Schuhhandel eine hohe Bandbreite an Flächengrößen nach. Der Anteil an Flächen über 1.000 m² ist verglichen mit anderen Branchen überdurchschnittlich hoch. Der Schwerpunkt der Nachfrage liegt im Bereich 250 bis 500 m². Viele kleinere und modische Anbieter suchen zudem Flächen um 100 m².

Branche hat Negativtrend durchbrochen
Gerhard K. Kemper, geschäftsführender Gesellschafter Kemper’s Deutschland GmbH: „Neben den etablierten Handelsketten expandieren besonders diejenigen Konzepte, die sich auf ausgewählte Zielgruppen spezialisieren. Die Schuhbranche sorgt auf diese Weise für viele neue Akzente in den 1a-Lagen. Nach dem leichten Umsatzplus im vergangenen Jahr dürfte auch 2006 ein gutes Schuhjahr werden. Wir rechnen mit einer weiterhin guten Flächennachfrage der Branche.“