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Rekordumsatz auf dem Hamburger Investmentmarkt

Der Investmentumsatz auf dem Hamburger Markt dürfte nach Erhebungen des Immobilienunternehmens Grossmann & Berger in diesem Jahr den Rekordwert von 2,3 Milliarden Euro erreichen. 2005 hatten private und institutionelle Investoren für 1,7 Milliarden Euro Bürohäuser, Fach- und Einzelhandelsmärkte, Shoppingcenter und Wohnungen erworben.

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Investoren kommen zu mehr als 50 Prozent aus dem Ausland - aus Skandinavien, Irland, England, zunehmend auch aus Frankreich, Spanien, Australien und weiterhin auch aus Israel. Neben den lokalen steuerlichen Gegebenheiten in den Herkunftsländern der Investoren sorgt vor allem das attraktive Verhältnis von Kaufpreisen und Mieten für ungebrochene Begeisterung. Mit 4,5 Prozent in der Spitze in absoluten Toplagen liegt die Rendite mehr als ein Prozent höher als in den Herkunftsländern, wo die Anfangsausschüttungen angesichts gestiegener Kaufpreise wenig attraktiv ausfallen. Aufgrund der hohen Liquidität im Markt, des nach wie vor niedrigen Zinsniveaus und der begrenzten Anlagealternativen sind die Kaufpreise für langfristig vermietete, gut geschnittene und gelegene Büroobjekte in den vergangenen drei Jahren europaweit deutlich gestiegen.

Bezüglich der Herkunftsländer herrschen eindeutige Präferenzen: So sind die Israelis vorwiegend Renditejäger, die Spanier kaufen Bürohäuser, Ladenflächen, Einzelhandels- und Logistikimmobilien, die Dänen Wohnungen und Einzelhandelsflächen, die Iren schauen in erster Linie auf die Mieterträge aus Läden und Interessenten aus England lieben neben Logistikimmobilien alle Arten von Gewerbeimmobilien, meiden aber Wohnimmobilien. Deutsche Kunden kaufen grundsätzlich nur beste Qualität.

Viele ausländische Investoren haben historisch bedingt Vertrauen in Hamburg und suchen verstärkt nach Anlagen, gern auch im Wohnimmobilienbereich. Hintergrund für das wachsende Interesse am Hamburger Markt ist meist nicht die Hoffnung auf besonders hohe, sondern auf besonders solide Renditen, die den Hamburger Markt charakterisieren.

Stark gefragte Lagen für Büro- und Geschäftshäuser bleiben die Haupteinkaufsstraßen wie Mönckebergstraße, Spitalerstraße, Neuer Wall und Jungfernstieg. Angebot und Umsatz sind in diesen Lagen allerdings äußerst gering. Ansonsten ist der Markt eher durch das Fehlen jeglicher Lagepräferenzen charakterisiert.

Hamburg wird auch im kommenden Jahr ein gefragter Investmentstandort bleiben. Die Preise sind noch günstig, der Markt ist liquide. Allerdings wird der Druck auf die Renditen deutlich: Die Spitzenrenditen in Toplagen sind innerhalb der vergangenen drei Jahre von 5 auf 4,5 Prozent gefallen. Zudem zeichnet sich ein deutlicher Mangel an Objekten ab.