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Reihenmittelhäuser verzeichnen ein Plus

Das IVD-Marktforschungsinstitut hat für Oberbayern die Preisentwicklung bei Reihenmittelhäusern (Bestandsobjekte, guter Wohnwert, ca. 120 m² Wohnfläche; im Preis ist keine Garage enthalten) untersucht. „Generell so Prof. Stephan Kippes vom IVD-Institut in München „ist hier nach einem leichten Rückgang im Herbst 2004 ein allgemeiner Anstieg des Preisniveaus für Reihenmittelhäuser festzustellen. Oberbayern zieht mit einem Plus von 6,5 % am stärksten an. Im Bayerntrend steigen die Preise um 3,7 % und auch München legt mit +2,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu.

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Betrachtet man die Preisentwicklung der letzten 10 Jahre, erreichte das Preisniveau für Reihenmittelhäuser in Oberbayern im Herbst 1995 mit 338.000 EUR einen Höchststand. Nach einem Abfall der Preise bis auf 311.000 EUR (Herbst 1997, Frühjahr 1998) erholten sich die Preise und lagen im Herbst 2000/Frühjahr 2001 mit 330.000 EUR auf dem zweiten Höchststand. Seitdem waren die Preise rückläufig und erreichten im Frühjahr 2005 mit 299.000 EUR ihren Tiefpunkt. Im Herbst ermittelte das IVD-Institut nun einen Wert von 326.000 EUR. „Ob sich dieser Anstieg zu einer anhaltenden Tendenz entwickelt, bleibt, so Kippes, „noch fraglich. Fakt ist, dass dieser Anstieg nicht wie üblich von den bayerischen Groß- und Mittelstädten getragen wird, sondern insbesondere von den umliegenden Gemeinden im „Speckgürtel rund um München, dem so genannten „flachen Land.

Im Preisvergleich bayerischer Städte und Gemeinden mit hohem Preisniveau dominieren die Gemeinden rund um München. An erster Stelle liegt Gräfelfing mit 425.000 EUR. In München kostet dieser Objekttyp noch 400.000 EUR. Die Seen-Gebiete reihen sich mit Tutzing am Starnberger See (385.000 EUR) und Schondorf am Ammersee (370.000 EUR) ein.

Weit unter dem Bayernschnitt befinden sich die bayerischen Orte mit niedrigem Preisniveau, wie z.B. Schweinfurt (150.000 EUR Unterfranken), Kulmbach (Oberfranken) und Vilshofen (Niederbayern) mit jeweils 140.000 EUR sowie Hof (130.000 EUR, Oberfranken) und Bergtheim in Unterfranken mit 110.000 EUR.

Im Bayerntrend zogen die Preise im Herbst 2005 leicht an und liegen nun bei 251.000 EUR (242.000 EUR im Vorjahr). In den bayerischen Großstädten sind die Preise für Reihenmittelhäuser nach dem Hoch im Frühjahr 2001 mit 272.000 EUR rückläufig und liegen nun mit einem leichten Abschlag von 1,5 % im Vergleich zum Vorjahr bei 259.000 EUR. Der Durchschnittswert in den bayerischen Mittelstädten unterliegt seit Herbst 2000 einem kontinuierlichen Rückgang. Hier wurde im Herbst 2005 mit einem Preis von 202.000 EUR
(-1,0 % im Vergleich zum Vorjahr) der tiefste Wert im 10-Jahresvergleich ermittelt.

Insgesamt ist festzustellen, dass dieser Objekttyp traditionell deutlich weniger Schwankungen als etwa Geschossbauten unterliegt. Das liegt in dem vielerorts knappen Baugrund begründet, wodurch sich das Angebot bei Reihenmittelhäusern nur sehr bedingt ausdehnen lässt.

Fotos: http://www.photocase.de; http://www.pixelquelle.de

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Personen: Stephan Kippes