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Redevco: Nach C&A Eco Store jetzt „grüne“ Shopping Center

Die international tätige Immobiliengesellschaft Redevco engagiert sich seit langem in sämtlichen Bereichen ihrer unternehmerischen Tätigkeit für eine nachhaltige Verbesserung der Energieeffizienz. Vor diesem Hintergrund sowie um „grünes Bauen“ zu forcieren, plant und bewertet Redevco ihre Einzelhandelsentwicklungen in Europa ab sofort gemäß ökologischer Rating-Standards und entwickelt neue Objekte nach den Richtlinien des im Gebäudesektor weltweit etablierten ökologischen Qualitätszertifikates BREEAM (BRE Environmental Assessment Method). Derzeit befinden sich bei Redevco elf „grüne“ Projekte in Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, der Türkei und Großbritannien in der Planung bzw. Ausführung.

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Das erste Redevco-Objekt mit einem BREEAM-Zertifikat ist ein Einzelhandelsgebäude von Redevco UK im schottischen Edinburgh; erste Bewertungen von zwei weiteren Objekten in London wurden bereits durchgeführt.

In Zusammenarbeit mit ihrer Schwestergesellschaft Redevco verfolgt C&A ein „Eco-Store“-Konzept, das auf modernste Gebäude- und Shopping-Infrastruktur setzt und so größtmögliche Energieeffizienz gewährleisten soll. Die Eröffnung des ersten C&A Eco Stores ist für die zweite Jahreshälfte 2008 in Mainz geplant. Das Modehaus rechnet mit Energieeinsparungen von insgesamt rund 50 Prozent. Der Eco Store wird mit erneuerbarer Energie versorgt, was dazu führt, dass das gesamte Ladengeschäft CO2-neutral betrieben werden kann. Für diesen Zweck wird der britische BREEAM-Standard für Einzelhandelsobjekte an die deutschen Gegebenheiten angepasst.

Redevco Turkey plant die BREEAM-Zertifizierung von derzeitigen Retail-Entwicklungsprojekten in Ankara, Edirne, Erzurum und Manisa; auch hier wird der britische BREEAM-Einzelhandelsstandard entsprechend adaptiert. Die Zertifizierungsprozesse für die fünf türkischen Redevco-Projekte haben bereits am 19. Oktober 2007 begonnen.

Bei Redevco France laufen aktuell zwei Pilotprojekte zum Thema energiesparende Technologien: Im historischen Zentrum von Bordeaux entsteht derzeit eine „Eco-Community“ mit Einzelhandel und Wohnungen. Darüber hinaus plant Redevco France in Pontault-Combault, einer Mittelstadt südöstlich von Paris, den Bau des mit rund 43.000 m² Fläche größten Sonnenkraftwerks Frankreichs, das in das Dach des zukünftigen Retail-Parks „Les Quatre Chênes“ integriert werden soll. Bei diesem Projekt wird Redevco von ihrer Schwestergesellschaft Good Energiees unterstützt. Good Energies, wie Redevco ein Unternehmen der COFRA Holding AG, ist ein führender Investor in den Bereichen erneuerbare Energien, Wind- und Solarenergie sowie Energie-Management-Technologien für die Bauindustrie.

Die Planungen von Redevco Belgium sehen vor, Photovoltaik-Panele auf dem Dach ihrer kurz vor der Eröffnung stehenden Einzelhandelsentwicklung im belgischen Wilrijk zu installieren. Außerdem sind so genannte Photovoltaik-Tracker für den Parkplatz geplant, die automatisch dem Lauf der Sonne folgen.

Redevco Netherlands entwickelt das prestigeträchtige Ravel-Projekt mit mindestens 15.000 m² Fläche für hochqualitativen, internationalen Einzelhandel im neuen Amsterdamer Business-Distrikt „Zuidas“ sowie das Postgebäude in Rotterdam nach ökologischen Richtlinien.

Redevco wird zukünftig sämtliche Neuentwicklungen der Bewertung durch unabhängige Dritte nach international anerkannten Richtlinien unterwerfen und aus diesem Grunde den BREEAM-Standard als Leitfaden und objektives Instrument zur ökologisch verträglichen Gestaltung von Immobilien einsetzen. BREEAM gibt Aufschluss über die umweltrelevante Gesamtleistung eines Gebäudes, von der Planung über die Ausführung bis hin zur Nutzung. Objekte werden nach einer Skala von „bestanden“ über „gut“ und „sehr gut“ bis „exzellent“ bewertet und erhalten ein entsprechendes Zertifikat. In den Augen der Bau- und Immobilienbranche im BREEAM-Mutterland Großbritannien gilt das Verfahren als das Maß schlechthin für die Bewertung umweltfreundlichen Designs und Managements. Bei der einflussreichen Tokio World Sustainable Building Conference 2005 erhielt BREEAM die Auszeichnung „Best Program“ und wurde als „das weltweit am erfolgreichsten angewendete Programm zur Förderung nachhaltiger Verfahren und Einflussnahme auf andere Initiativen“ bestätigt. Nach Ansicht von Redevco gibt ein „grüner“ Gebäudestandard Aufschluss über Effizienz und Güte einzelner Gebäude und zwar hinsichtlich verschiedenster Aspekte wie Land- und Energieverbrauch, Wasser, verwendete Baumaterialien, Wohlergehen der Nutzer, Verkehr, Umweltverschmutzung, Umweltschutz und Management.

Am 13. November vergangenen Jahres hat das International Council of Shopping Centers (ICSC) erklärt, man werde sich dafür einsetzen, den BREEAM-Standard für die europaweite Nutzung zu adaptieren. Darüber hinaus hatte das ICSC zuvor bereits eine Arbeitsgruppe „Nachhaltigkeit“ mit 21 Mitgliedern aus sieben Ländern unter Vorsitz des europäischen ICSC-Präsidenten und Redevco-COO Jaap Gillis ins Leben gerufen. Das ICSC hofft, dass die Arbeitsgruppe zur besseren Information der Branche über neue Entwicklungen sowie zum Dialog mit den EU-Entscheidungsträgern beitragen kann.

Redevco geht davon aus, dass die Nachfrage nach „grünen Gebäuden“ im Rahmen des Gesamtkomplexes Corporate Social Responsibility (CSR) weiter steigen wird. Bei großen Einzelhandelsketten ist nach Angaben von Redevco eine dahin gehende Entwicklung bereits zu beobachten. Darüber hinaus werden Mieter vor dem Hintergrund stetig steigender Energiekosten, die einen immer größeren Anteil an den Gesamtkosten ausmachen, ein höheres Interesse an effizienteren Gebäuden haben.

„In den meisten Ländern sind Gebäude für 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich“, erläutert Redevco-COO Jaap Gillis. „Es ist daher unumgänglich jetzt zu handeln, schließlich können ökologische Gebäude einen erheblichen Teil zur Bekämpfung des Klimawandels und Senkung des Energieverbrauchs beitragen. Wir können die Energieeffizienz durch den Einsatz bereits existierender Technologien schon heute grundlegend verbessern. Als Eigentümer und Entwickler von Immobilien liegt es in unserer Verantwortung, diese Technologien auch zu nutzen. Die negativen Auswirkungen auf die Umwelt werden reduziert, und auch unsere Mieter werden davon profitieren, denn ihre betriebsbedingten Ausgaben werden sinken.“