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Ravensbrück: Supermarkt-Gebäude an der Zufahrt der Gedenkstätte wird abgerissen

Die Gedenkstätte Ravensbrück erhält einen würdigen Eingang. Der seit 20 Jahren leerstehende Supermarkt an der Straße der Nationen wird vom Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) im September abgerissen.

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Supermarkt und Gedenkstätte
In dem Dorf Ravensbrück ließ die SS 1939 das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet errichten. Zwischen 1939 und 1945 wurden etwa 132.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.000 weibliche Jugendliche als Häftlinge registriert. 1959 wurde außerhalb der historischen Lagermauern die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück eröffnet, während große Bereiche des ehemaligen KZ-Geländes bis 1994 von Truppen der Sowjetunion und der GUS-Staaten genutzt wurden. Seit 1993 betreibt und erhält die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten die Gedenkstätte in Ravensbrück.

Im Jahr 1991 plante eine Einzelhandelskette die Eröffnung eines Supermarktes direkt vor dem Gelände des ehemaligen Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück. Nach ablehnenden Reaktionen aus der ganzen Welt wurde der Supermarkt nie eröffnet und das bereits fertiggestellte Gebäude vom Land Brandenburg gekauft. Im September 2011 wird der BLB das 3.150 m² große Gebäude abreißen, um der Gedenkstätte einen würdigen Zugangsbereich zu bieten.

Geländerestaurierung
Mit dem Gebäude wird der BLB auch den über 16.000 m² großen Parkplatz abtragen und damit das Grundstück komplett zurückbauen. Die Kosten für den Rückbau betragen 140.000 Euro. Die Fläche wird anschließend renaturiert und sich harmonisch in die Umgebung einfügen. Die ersten vorbereitenden Maßnahmen beginnen am 12. September, die eigentlichen Abbrucharbeiten am 30. September.