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Quartier Falkenried Hamburg gewinnt Wettbewerb

Das vor wenigen Jahren entstandene Quartier am Falkenried ist heute mit dem ersten Preis der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt ausgezeichnet worden. Staatsrat Dr. Stephan Hugo Winters überreichte den mit 10.000 Euro dotierten Preis an den Bezirk Nord. Den zweiten Preis (8.000 Euro) erhält das Bezirksamt Eimsbüttel je zur Hälfte für die anspruchsvolle Neugestaltung der Lenzsiedlung sowie der Mühlenauhöfe für das "schlüssige nachbarschaftsverträgliche Konzept". Der dritte Preis (6.000 Euro) wurde von der Jury den Terrassenhäusern Wellingsbüttel im Bezirk Wandsbek zugesprochen. Insgesamt waren 13 Projekte aus fünf Bezirken eingereicht worden.

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Staatsrat Dr. Winters hob bei der Preisverleihung hervor: "Die eingereichten Projekte belegen, dass städtische Raumplanung erfolgreiche Lösungen für anspruchsvolle Plätze und Quartiere bereit hält. Die vier Projekte aus den Bezirken Hamburg-Nord, Eimsbüttel und Wandsbek stehen beispielhaft für einen verantwortungsbewussten und phantasievollen Umgang mit dem knappen städtischen Raum. Immer mehr Menschen wollen in der Stadt leben. Für sie gilt es, in eng bebauten Räumen reizvolle und Identität stiftende Plätze zu schaffen. Bei den prämierten Projekten ist es beispielhaft gelungen."

Das mit dem ersten Preis prämierte Quartier Falkenried im Bezirk Nord zeichnet sich durch die gelungene Verbindung zwischen der Bebauung und den sie umgebenen Freiräumen sowie durch die vielfältigen Gestaltungsvarianten des Wohnumfeldes. Die Jury lobte insbesondere die spannende Abwechslung der öffentlichen, halböffentlichen und privaten Freiflächen. Durch die Nutzung der Quartiersgarage und die Erschließung des Gebietes durch gemischte Verkehrsflächen scheint das Quartier fast autofrei zu sein, so dass der Straßenraum ebenfalls als Freiraum wahrgenommen wird. Diese Maßnahme entspricht in höchstem Maße einer an den Nachhaltigkeitsgedanken orientierten Stadtentwicklung.

Bei der Lenzsiedlung in Eimsbüttel hob die Jury vor allem die engagierte Beteiligung der Bewohner lobend hervor. Hier habe sich gezeigt, dass "eine Integration der Bewohner in die Planungsphase zu einer sehr guten Identifikation mit dem Wohnumfeld" führe. So konnten mithilfe einer starken Anwohner-Beteiligung die Freiflächen rund um die Siedlung anspruchsvoll neu gestaltet werden.

Die qualitätsvolle Gestaltung Mühlenauhöfe in Eimsbüttel, die ebenfalls mit dem zweiten Preis geehrt wurden, sind in besonderem Maße einer übergreifenden Arbeitsgemeinschaft aus Behörden, Bezirkspolitik und Bürgern zu verdanken, die gemeinsam ein "schlüssiges nachbarschaftliches Bebauungskonzept" umgesetzt hätten.

Die Terrassenhäuser in Wellingsbüttel, so die Jury, dokumentieren in "einmaliger Weise" wie ein Stadtteil aufgewertet wird, wenn "historisch gewachsenes Umfeld zur öffentlichen Nutzung freigegeben wird". Hierzu gehöre die Teilbebauung des Herrenhauses Wellingsbüttel, der Bau von Eigentumswohnungen sowie einer Senioren-Residenz. Der Park wurde nach historischem Vorbild neu gestaltet.

Außerdem hat sich die Jury entschlossen, neben den vier Preisträgern zwei weitere Anerkennungen auszusprechen. Hierbei handelt es sich um den Kemal Altun Platz und den AntoniPark in Altona. Der Bezirk Altona habe sich hier seit vielen Jahren in besondere Weise und Ausführlichkeit mit dem Thema Bewohner-Beteiligung auseinandergesetzt. Außerdem sind hier Freiraumplanungen verwirklicht worden, die den verdichteten Wohnungsbestand aufwerten und versiegelte Flächen/Dächer als Bestandteil eines Freiraumkonzeptes nutzen.

Der Preis für "Flächen sparende Bodennutzung" im Städtebau wurde vor fünf Jahren vom Senat eingeführt.