Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Projektmanagement für Dresdner Frauenkirche ausgezeichnet

Für das herausragende Projektmanagement beim Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche erhielten die Projektleiter Dipl.-Ing. Architekt Ulrich R. Schönfeld und Dr.-Ing. Karl-Heinz Schützhold den Roland Gutsch Project Management Award 2008. Der Preis wird jährlich von der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. vergeben.

.

Vor etwa 150 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft verlieh der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen, Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, zusammen mit dem Vorsitzenden des Kuratoriums der GPM, Prof. Dr. Hasso Reschke, in Berlin den Roland Gutsch Project Management Award. Den Preis der GPM für beispielhaftes Projektmanagement erhielten in diesem Jahr zwei Projektleiter des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche.

Die beiden Ingenieure der Planungsgesellschaft IPRO Dresden Ulrich R. Schönfeld und Dr. Karl-Heinz Schützhold waren maßgeblich an dem Erfolg des Mammut-Projektes beteiligt. In seiner Laudatio würdigte Kurt Biedenkopf die beiden Preisträger für ihre Leistungen und ihr Engagement. „Ich kann mir kein anderes Projekt vorstellen, das eine so positive öffentliche Wirkung in und über Deutschland hinaus hatte.

Insbesondere die Beherrschung der Komplexität war ein wichtiger Gesichtspunkt für den Erfolg des Projektes“, sagte Kurt Biedenkopf. Die Verleihung fand im Rahmen eines Parlamentarischen Abends der GPM im Haus der Deutschen Wirtschaft statt. Außerdem verlieh die GPM den Young Project Manager Award 2008 an zwei Nachwuchs-Projektmanager. Die beiden Stipendiaten leiteten im Rahmen eines Projekts der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und der Heinz Nixdorf Stiftung eine Ausstellung zum Thema Unternehmertum im Hamburger Hafen.

Projekt Wiederaufbau Dresdner Frauenkirche
Insbesondere die Einhaltung des geplanten Kostenrahmens sowie die frühzeitige Fertigstellung ein Jahr vor geplantem Ende waren für die GPM entscheidende Kriterien für die Preisvergabe. „Die meisten öffentlichen Projekte übersteigen ihre Kosten- und Zeitrahmen oft um ein Mehrfaches“, sagt Professor Hasso Reschke. „Dieses Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass es mit genauer Planung, entschlossenem Projektmanagement und hohem inneren Engagement aller Beteiligen möglich ist, auch große Vorhaben erfolgreich umzusetzen“, so Hasso Reschke weiter. Mit der Koordination von 50 Architekten und Ingenieuren, zahlreichen Handwerkern aus allen Gewerken, 10.000 Bauplänen, 60.000 Tonnen Sandstein und 131 Millionen Euro hatte das Projekt erhebliche Ausmaße. Die hohe Spendenbereitschaft spiegelt die große Bedeutung des Projektes für die Öffentlichkeit wider, die den Großteil des Wiederaufbaus finanzierte. Der Bund, der Freistaat Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden unterstützten den Bau mit Mitteln in Höhe von insgesamt 70 Millionen Euro. Der große Rest stammt aus Spendengeldern.

Die Preisträger
Dr. Karl-Heinz Schützhold fungierte als Projektmanager für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche. Ulrich R. Schönfeld, Mitglied der Geschäftsleitung der IPRO Dresden, war als Chefplaner für das Projekt verantwortlich. Gemeinsam bauten sie ein leistungsstarkes „Team Frauenkirche“ auf, erstellten enorme Planungs- und Prozessmodelle und beendeten schließlich den Wiederaufbau, unter Einhaltung der Kosten, ein Jahr früher als ursprünglich geplant. In seinem Vortrag sagte Karl-Heinz Schützhold, was er am Tag der Weihe dachte, als er vor der vollendeten Frauenkirche stand: „ Es lagen rund 4.000 Tage des Wiederaufbaus hinter uns. In diesem bewegenden Moment liefen wichtige Stationen unserer Arbeit an meinem geistigen Auge vorbei.“

Ulrich R. Schönfeld dankte in seiner emotionalen Rede insbesondere den beteiligten Spezialisten und Fachleuten sowie den Mitarbeitern des IPRO- Teams für die gemeinsame Wegstrecke. Er sagte: „Eine unserer ersten Fragen war, ob es überhaupt möglich ist, ein Bauwerk dieser Größe mit den gestellten historischen und neuzeitlichen Ansprüchen wieder aufzubauen? Mit einer strukturierten Planung, baumeisterlichem Denken und einem tollen Team ist es uns gelungen. Alle Beteiligten sind zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen, Das verstehe ich unter ausgezeichnetem Projektmanagement. Mit den Menschen und für die Menschen.“