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Programm „Wachstum für Bochum“ ins Leben gerufen

Nokia, die nordrhein-westfälische Landesregierung (NRW) und die Stadt Bochum haben heute ihren Plan bekannt gegeben, in Bochum und der Region Wachstumsimpulse zu fördern, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Investitionen zu generieren. Die Einigung unterstreicht die Verantwortung von Nokia und der nordrhein-westfälischen Landesregierung gegenüber der Region – auch nachdem das Unternehmen Nokia beschlossen hat, seinen Standort in Bochum zu schließen.

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Das Programm „Wachstum für Bochum” wird von allen Beteiligten gemeinsam umgesetzt. Die wesentlichen Elemente sind:

- Eine aktive Ansprache geeigneter Investoren im Rahmen einer international ausgerichteten Kampagne, um Investoren für Bochum und die umliegende Region zu gewinnen und langfristige Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region zu schaffen.

- Die Einrichtung eines “Gründerzentrums” in Bochum, um die Gründung und Weiterentwicklung von Unternehmen zu fördern, die qualitative hochwertige Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen. Über die branchenspezifische Ausrichtung des Zentrums muss noch entschieden werden.

- Die Einrichtung eines Lehrstuhls an der Ruhruniversität Bochum oder ein vergleichbares Engagement im Forschungsbereich, um die kommerzielle Nutzung von wissenschaftlicher Forschung sicherzustellen

- Die Veräußerung des Betriebsgeländes von Nokia in Bochum an einen geeigneten Käufer bzw. Investor, der sich mit finanzieller Unterstützung dazu verpflichtet, Arbeitsplätze auf dem Gelände zu schaffen.

Zudem haben sich die Beteiligten auch auf die finanzielle Unterstützung der Region um Bochum verständigt.

Nokia wird diese Maßnahmen mit insgesamt 20 Mio. Euro und den Nettoerlösen aus der Veräußerung des Werksgeländes unterstützen. Das Land Nordrhein-Westfalen wird weitere 20 Millionen Euro bereitstellen. Die Einzelheiten der oben genannten Maßnahmen werden in Kürze festgelegt.

„Bereits im Januar haben wir gesagt, dass wir als verantwortungsvoll handelndes Unternehmen mit den Arbeitnehmervertretern, den Gewerkschaften, der Landesregierung und der Stadt Bochum zusammenarbeiten werden, um Wege zu finden, wie die Mitarbeiter und die Stadt Bochum unterstützt werden können, während und nach dem schwierigen Prozess einer Werkschließung. Daher freut es uns sehr, jetzt diesen wichtigen Meilenstein bekannt geben zu können”, sagt Rick Simonson, Finanzvor-stand und Executive Vice President von Nokia.

„Die Einigung mit der nordrhein-westfälischen Landesregierung und mit der Stadt Bochum zielt darauf ab, Arbeitsplätze zu schaffen und neue Unternehmen in die Region Bochum zu holen. Alle Beteiligten sind sich darin einig, dass das Programm ’Wachstum für Bochum’ wird wichtige Impulse für die nachhaltige Schaffung von Arbeitsplätzen in Bochum und der Region setzen“, so Simonson weiter.

Wirtschaftsministerin Christa Thoben sagte. „Im Zuge der Einigung über einen Sozialplan zwischen Nokia und dem Betriebsrat war es für die nordrhein-westfälische Regierung wichtig, die Weichen für eine zukunftsorientierte Lösung für Bochum zu stellen. Nokia hat diese gemeinsame Lösung möglich gemacht und wir sind dem Unternehmen dankbar dafür“, erklärte sie.

Auch die Stadt Bochum begrüßte die Einigung. „Der Weggang von Nokia ist für die Stadt nicht leicht zu verkraften. Ich bin aber sehr froh, dass wir tatkräftige Unterstützung von Nokia und der nordrhein-westfälischen Landesregierung bei der Suche nach neuen Investoren und Schaffung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten bekommen“, sagte Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz.

Im Rahmen der Einigung haben Nokia und die nordrhein-westfälische Landesregierung sich ebenfalls auf eine Einigung über die Ende der späten 1990er Jahre gewährten Fördergelder an Nokia verständigt: Beide Seiten erklärten die Auseinandersetzung zu dieser Thematik für beendet.