Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Preise für Luxuswohnimmobilien in London sind im letzten Jahr um 767 Pfund pro Tag gestiegen

Die Preise für Luxuswohnimmobilien in Central London sind im April 2011 um 1 Prozent gestiegen. Damit sind Top-Wohnimmobilien in der britischen Hauptstadt 8,3 Prozent teurer als im Vorjahr. Das bedeutet einen Preisanstieg von 767 Pfund pro Tag für eine typische Immobilie im Luxussegment. Gleichzeitig überflügeln die Preise den Stand vom März 2009, dem Tiefpunkt in Folge der Finanzkrise, um 31,2 Prozent. Dies geht aus einer Analyse der Immobilienberatung Knight Frank hervor.

.

Mit einem Zuwachs von 4 Prozent in den letzten drei Monaten haben die Preise für Objekte zwischen 1 und 5 Millionen Pfund am stärksten zugelegt. Insgesamt verzeichneten im letzten Jahr Mayfair, Marylebone, St John’s Wood and Kensington mit plus 10 Prozent den größten Zuwachs.

„Die Schere zwischen dem Luxuswohnimmobilienmarkt in Central London und dem Rest von Großbritannien ist im Laufe des letzten Jahres immer breiter geworden,“ hebt Liam Bailey, der das Research für Wohnimmobilien bei Knight Frank in London verantwortet, hervor. „Zwar haben sich beide Märkte in 2009 vom starken Preisverfall aus 2008 erholt. Doch während der Anstieg der Immobilienpreise außerhalb Londons ausgebremst wurde, nachdem die schwierige wirtschaftliche und steuerliche Lage Großbritanniens nach den Wahlen 2009 offensichtlich wurde, sind die Preise in Central London weiter in die Höhe geschnellt.“

In Zahlen bedeutet das einen Zuwachs von 8,3 Prozent in Central London gegenüber einem Verlust von -1,3 Prozent für die anderen Luxuswohnimmobilienmärkte in Großbritannien innerhalb der letzten zwölf Monate. Auch die Transaktionsvolumina bestätigen diesen Trend. So ging das Volumen in Central London in den ersten vier Monaten 2011 im Vergleich zur letzten Dekade um 31 Prozent zurück, in den anderen britischen Märkten sogar um 50 Prozent.

Zum einen ist die hohe Nachfrage seitens der Ausländer für den Preisanstieg verantwortlich. Knight Frank verzeichnete im letzten Jahr Käufer aus mehr als 60 Nationen. Doch auch die Nachfrage aus der Hauptstadt steigt. „Heimische Käufer erwerben rund die Hälfte der Objekte,“ betont Bailey. Im Objektsegment zwischen 1 und 5 Millionen Pfund entfallen dabei mindestens 40 Prozent auf Angestellte bei Wirtschafts- und Finanzdienstleistungsunternehmen.

Sofern sich der Arbeitsmarkt in Central London auch 2011 weitaus besser darstellt als im Rest von
Großbritannien, könnten die Immobilienpreise selbst bei sinkender Nachfrage aus dem Ausland stabil bleiben.