Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Polen profitiert vom Attraktivitätsverlust anderer Länder

Immobilieninvestments Polen

Nachdem 2009 in Polen am Markt für gewerbliche Immobilieninvestments ein Transaktionsvolumen von ca. 750 Mio. Euro erzielt wurde, waren es nach Analysen von Aengevelt-Research im Jahr 2010 ca. 2 Mrd. Euro. Gegenüber 2009 bedeutet dies - ausgehend von einem relativ geringen Niveau - einen Anstieg um ca. 170%. Für 2011 gehen die Investmentspezialisten angesichts eines unverändert knappen Angebots nachfragegerechter Immobilien von einem stabilen Transaktionsvolumen auf Vorjahresniveau aus. Dabei erwartet Aengevelt in den Asset-Klassen Büro, Einzelhandel und Logistik sinkende Spitzenrenditen.

.

Wirtschaftsentwicklung und Wechselkurs
Das Bruttoinlandsprodukt Polens, der siebtgrößten Volkswirtschaft der Europäischen Union, ist im Gesamtjahr 2010 um schätzungsweise 3,7% gestiegen. Im Jahr 2011 wird sich die polnische Wirtschaft weiter in schnellem Tempo entwickeln. Für 2011 wird eine Wachstumsrate des BIP in einer Spanne zwischen 4% - 4,5% prognostiziert. Dies wird einen weiterhin positiven Einfluss auf den polnischen Immobilienmarkt haben.

„In Polen werden Immobilienkredite weiterhin überwiegend in ausländischen Währungen, vor allem in Euro und Schweizer Franken, aufgenommen“, schildert Dariusz Kunik, bei Aengevelt Immobilien verantwortlich für den Bereich Central Eastern Europe CEE, die aktuelle Marktsituation in Polen und führt weiter aus: „Darüber hinaus werden Mieten in den meisten zwischen Investoren gehandelten Gewerbeimmobilien in der Euro-Währung angegeben und gezahlt.“ Aus diesem Grund spiele der Wechselkurs und das mit ihm verbundene Risiko nach wie vor eine herausragende Rolle bei den Investitionsentscheidungen der Kapitalanleger.

Aufgrund des schnellen Wirtschaftswachstums und der daraus resultierenden höheren Inflationserwartungen gehen Experten für das laufende Jahr von einem Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus aus, was wiederum zur Aufwertung des Zloty führen würde. Allerdings wird die Entwicklung der polnischen Währung weiterhin in großem Maße von der Situation in den finanziell angeschlagenen Staaten Irland, Griechenland, Portugal, Italien und Spanien abhängig sein wird. Schlechte Nachrichten aus diesen Märkten könnten eine Abwertung des Zloty gegenüber dem Euro, aber vor allem gegenüber dem Schweizer Franken bewirken.

Der polnische Markt für gewerbliche Immobilieninvestments
Nachdem im Gesamtjahr 2009 in Polen am Markt für gewerbliche Immobilieninvestments ein Transaktionsvolumen von ca. 750 Mio. Euro erzielt wurde, waren es nach Analysen von Aengevelt-Research im Jahr 2010 ca. 2 Mrd.Euro, was einen Anstieg um ca. 270% bedeutet. Dazu Dariusz Kunik: „Polen profitiert vom Attraktivitätsverlust anderer Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas, vor allem Ungarns und Rumäniens.“ Viele Investoren, die in den Jahren vor der Krise ihre Investitionstätigkeit noch relativ gleichmäßig auf die Länder Polen, Tschechien und Ungarn verteilt haben, fokussierten sich im vergangenen Jahr auf den polnischen Markt. Das Hauptaugenmerk der Investoren richtet sich dabei nach wie vor auf Warschau. Zusätzlich wurden indessen auch zahlreiche Investitionen in den Regionalstädten verzeichnet.

Gleichzeitig haben viele Eigentümer und Projektentwickler in Erwartung eines verbesserten Marktumfeldes in 2011 ihre Verkaufsentscheidung im letzten Jahr aufgeschoben. „Diese Gesamtentwicklung führte bei einer markant gestiegenen Investorennachfrage dazu, dass sich relativ schnell ein Mangel an geeigneten Immobilien bemerkbar machte. Das Ergebnis war ein schneller Rückgang der Renditen in allen Asset-Klassen sowie Akquisitionen bzw. Verkäufe von Projekten noch vor Fertigstellung“, so das Fazit von Kunik. Aktuell betragen die Spitzenrenditen für Büroimmobilien nach Analysen von Aengevelt 6,5%, was einen Rückgang um ca. 50 Basispunkte im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.