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Planungsbüros gefährdet: Ingenieure richten Petition an Deutschen Bundestag

"Wenn die Politik in Stagnation verfällt, müssen die Bürger das Heft selbst in die Hand nehmen. Fast 9.000 Ingenieure haben bereits die öffentliche Petition des Bauingenieurs Heinrich Lorenz aus Thüringen an den Deutschen Bundestag unterstützt, die eine baldige Reform der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) verlangt", so Dipl.-Ing. Klaus Rollenhagen (Bild l.), Hauptgeschäftsführer des Verbandes Beratender Ingenieure VBI.

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Zahlreiche Verbände und Kammern, darunter der VBI, unterstützen die Petition, denn die Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium schleppen sich dahin und führen zu keinem vorzeigbaren Ergebnis. Während die Politik die HOAI-Reform unnötig verschleppt, leiden viele, vornehmlich kleine Ingenieurbüros unter den zu geringen Honoraren und sind in ihrer Existenz bedroht.

"Die rund 150.000 Ingenieure und Architekten in den Planungsbüros werden für ihre hochqualifizierte Arbeit zum Teil mit Stundensätzen unter 38 Euro abgespeist. Kein Kfz-Mechaniker macht heute dafür noch einen Finger krumm. Bei Arbeiten nach den HOAI-Tabellen sieht es oft noch düsterer aus: Viele Freiberufler arbeiten da im Minus und beuten sich selbst aus. Neuere Gutachten belegen, dass in einzelnen Bereichen Erhöhungen bis 27 % erforderlich sind", so Rollenhagen.

Die HOAI wurde letztmalig 1996 überarbeitet und die Honorare damals nur mittels Abschlag an die Teuerung angepasst. Da die Bürokosten und Gehälter seit Mitte der 90er Jahre kontinuierlich gestiegen sind, stehen viele Planungsbüros vor wirtschaftlichen Problemen.

Rollenhagen: "Ingenieure sind in Deutschland zu Bittstellern geworden, da die Politik sich seit Jahren nicht rührt, ihre Situation zu verbessern. Wir hoffen, dass die öffentliche Petition endlich Bewegung in den eingeschlafenen Novellierungsprozess bringt."