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Leipziger Einzelhandel

KiK und Woolworth müssen Ladenlokale verlassen

Merkurhaus Leipzig

Die beiden historischen Einzelhandelsgebäude Merkurhaus und Plagwitzer Kaufhaus in der sächsischen Metropole Leipzig werden neu strukturiert. Nach dem Eigentümerwechsel im März präsentierte die Jachimowicz Group Berlin jetzt ein neues Retail-Konzept für das Merkurhaus in der Innenstadt. KiK und Woolworth müssen deshalb ihre Ladenlokale im Dezember 2015 verlassen. Und auch im Plagwitzer Kaufhaus weht durch den neuen Ankermieter Biomare frischer Wind.

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Merkurhaus: KiK und Woolworth müssen weichen
Die Arcadia Investment GmbH, die vor wenigen Wochen bereits den Verkauf des auch über Leipzig hinaus bekannten Merkurhauses an die Jachimowicz Group Berlin begleitet und bekannt gegeben hatte [Jachimowicz Group plant neues Einzelhandelskonzept im Merkurhaus Leipzig], hat jetzt die Aufhebung der Mietverträge mit den Bestandsmietern KiK und Woolworth zu Ende Dezember 2015 verkündet. „Damit ist der Weg für die Neuvermietung des Merkurhauses mit modernen Verkaufsflächen von 65 bis zu 5.000 m² geebnet“, erklärte Alexander Folz, Geschäftsführer der Arcadia Investment GmbH. Die Aufhebung der Mietverträge sei die Voraussetzung für die Umsetzung des neuen Konzeptes, das Folz und seine Mitarbeiter im Auftrag des neuen Eigentümers erarbeitet haben. Das Merkurhaus aus dem Jahr 1937 mit einer Gesamtfläche von 10.000 m² soll in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten grundsätzlich neu positioniert werden. Ziel ist die Optimierung und Anpassung an das verbesserte und wertige Umfeld und die langfristige Neuausrichtung als Geschäftshaus in 1A-Lage.

Das Gebäude mit seiner dominanten Solitärstellung bildet das Entree zur Haupteinkaufsstraße Petersstraße, der frequenzstärksten Fußgängerzone in Leipzig, und befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Neuen Rathaus sowie vis-à-vis einer der wichtigsten Ein- und Ausgänge des Citytunnels in Richtung Petersstraße. „Über diesen Anschluss wird der gesamte Südraum der City erschlossen, was zu einer erheblichen Frequenzerhöhung in diesem Teil der Petersstraße geführt hat“, erklärt Folz. Das Merkurhaus profitiere zudem von der Aufwertung der Fußgängerzone unmittelbar vor dem Objekt. Eine Aufwertung des überdies architektonisch ansprechenden Gebäudes durch entsprechende Mieter sei also überfällig. Dabei spielen die derzeit zwischen der Eigentümerin, RKW Architekten Leipzig und der Stadt Leipzig geführten Gespräche zur Veränderung der Fassadenkonstruktion im Bereich der Handelsflächen eine wichtige Rolle. Der gesamte Standort und sein Umfeld sollen von dieser Entwicklung profitieren.

Das Merkurhaus wurde als Textilkaufhaus im Jahr 1937 von Karl Fezer im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet. Es besticht durch seine durchgängigen Fensterfronten und die Muschelkalksteinfassade. Von 1969 bis Anfang der 1990er-Jahre war es Sitz der Leipziger Handelshochschule. Anschließend wurde es von C&A, Karstadt Sport und aktuell von Woolworth genutzt.

Biomare zieht ins Plagwitzer Kaufhaus
Bereits seit Mai bringt Biomare mit einem Biosupermarkt auf 800 m² neues Leben in die Karl-Heine-Straße 43-45 / Ecke Walter-Heinze-Straße 3. Das erste Kaufhaus im Stadtteil Plagwitz aus dem Jahr 1904 erwacht damit zu neuem Leben, mit Produkten aus ökologischem Landbau und der Bio-Ernährungswirtschaft. Es ist bereits der dritte Biomare-Standort in Leipzig und der erste in der Karl-Heine-Straße. Eigentümerin des Gebäudes ist die Rubin 45. GmbH.

Nach der Jahrhundertwende war der Standort bereits der Einkaufsmagnet für den gesamten Stadtteil im Westen Leipzigs. Zwischen 1904 und 1934 florierte hier das erste Universalkaufhaus mit Waren aller Art. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten setzte dem jedoch ein Ende. Zu DDR-Zeiten und nach der Wende beherbergte das Objekt einen KFZ-Teile-Fachhandel. Seit dem Erwerb des ehemaligen Kaufhauses will die Rubin 45. GmbH an die alte Tradition aus dem Jahr 1904 anknüpfen. „Die Karl-Heine-Straße hat nicht nur eine große Vergangenheit. Derzeit entwickelt sie sich wieder zum kreativen Boom-Boulevard. Was passt besser zu den Geschäften, Szene-Cafés, Kulturbetrieben und Werkstätten als ein Biosupermarkt?“, stellte Marko Mühlner, Geschäftsführer der Rubin 45. GmbH, heraus.