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Margen weiter unter Druck

pbb schafft bestes Neugeschäft seit 2009

Die aus der mit Staatsgeldern geretteten HRE hervorgegangene pbb Deutsche Pfandbriefbank hat den ersten Halbjahresbericht nach ihrem Börsengang im Juli vorgelegt. Demnach befindet sich das Institut insbesondere bei den Immobilienfinanzierungen auf einem guten Weg, bei den Staatsfinanzierungen geht es dagegen nur langsam voran und der Magendruck nimmt nach Aussage von Co-Vorstandschef Andreas Arndt weiter zu.

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Insgesamt erzielte die pbb mit rund 6 Milliarden Euro im ersten Halbjahr ihre bestes Neugeschäft (inklusive Prolongationen über ein Jahr) seit Beginn der Krise im Jahr 2009. Dabei würden die strikten Risikoanforderungen trotz steigendem Wettbewerbsdruck in jedem Falle beibehalten, betonte das Institut. Insbesondere die Immobilienmärkte in Skandinavien (14 Prozent des Neugeschäfts), Großbritannien (19 Prozent) und Deutschland (45 Prozent) gaben Anlass zur Entspannung: Auf sie entfielen rund drei Viertel des gesamten Neugeschäfts in der Immobilienfinanzierung, das zusammen bei 5,2 Milliarden Euro lag. Arndt bezeichnete die Aussichten in der gewerblichen Immobilienfinanzierung als sehr stabil.

Ein Problem sind eher die Margen: Da wegen niedriger Zinsen zunehmend auch Versicherer, Landesbanken und Hedge-Fonds in den Markt drängen, bleibt der Konkurrenzkampf hart. Noch sind die Konditionen für die Institute in Frankreich und Großbritannien etwas günstiger als in Deutschland. Hier will Arndt daher auch künftig mehr Geschäft machen. Südeuropa sieht der pbb-Co-Chef dagegen verhalten. Insbesondere in Spanien passen demnach Chance und Risiko oft noch nicht so recht zusammen. Die öffentliche Finanzierung entwickelte sich wegen der vielerorts überschuldeten Haushalte eher mäßig, das Neugeschäft stieg nur auf 0,8 Milliarden Euro. Wachstum um jeden Preis werde es aber auch hier nicht geben, so Arndt.

Trotz einer Wertberichtigung im Zusammenhang mit dem Heta-Debakel in Höhe von 6 Millionen Euro im ersten Quartal konnten netto in den beiden Quartalen jeweils Risikovorsorge-Positionen aufgelöst werden. Der Zinsüberschuss kletterte im ersten Halbjahr um 34 Millionen auf 229 Millionen Euro, der Verwaltungsaufwand ging um rund 20 Prozent auf 98 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis nach Steuern konnte um fast ein Fünftel zulegen, und zwar von 74 Millionen Euro auf 88 Millionen Euro. Der Bund, der noch zwei Jahre seine 20-Prozent-Beteiligung behalten will, könnte angesichts solcher Zahlen am Ende noch mit einem schönen Gewinn aus der HRE-Rettungsaktion rechnen.