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OLG-München stimmt Rückabwicklung zu

Mit Urteil des OLG-München vom 07.09.2006 erreichte ein von der Kanzlei CLLB-Rechtsanwälte vertretener Anleger beim Oberlandesgericht München erstmals die vollständige Rückabwicklung seiner Beteiligungen am Falk-Zinsfonds und am Falk-Fonds 60. Im Oktober 2005 hatte die Kanzlei u.a. beim Landgericht Landshut für mehrere Anleger Klage gegen Anlageberater wegen Falschberatung im Zusammenhang mit der Vermittlung von Beteiligungen am Falk-Zinsfonds eingereicht.

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Das Landgericht Landshut hat mit Urteil vom 08.03.2006 erstmals einen Anlageberater zur vollständigen Rückabwicklung einer von ihm empfohlenen Beteiligung am Falk-Zinsfonds verurteilt. (Az.: 24 O 2958/05), da der Anlageberater nach den Feststellungen des Gerichts nicht vollständig über die Risiken der Beteiligung aufgeklärt hat. Der Anlageberater wurde deshalb durch das Gericht verpflichtet, dem Anleger sein gesamtes investiertes Kapital zurückzuerstatten.

Das Oberlandesgericht München hat dieses Urteil nun bestätigt Az.:20 U 2694/06) und ausgeführt, dass nach seiner Ansicht einem sicherheitsorientierten Anleger, der eine Anlage für die Altersvorsorge sucht, wohl keine Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds empfohlen werden darf. Den vertretenen Anlegern wurde der Falk-Zinsfonds als gleichwertige Alternative zum Sparbuch empfohlen.

Die Ausschüttungen in Höhe von 8% p.a, so die Anlageberater, seien garantiert. Verlustrisiken bestünden nicht. Weiter wurde den Anlegern versichert, das investierte Kapital bereits nach einem Jahr, spätestens jedoch zwei Jahre nach Zeichnung, vollständig zurück zu erhalten. Die Tatsache, dass das eingesetzte Kapital nicht durch entsprechende Grundbucheintragungen gesichert war, wurde den Anlegern verschwiegen. Mit der Insolvenz der Falk-Gruppe Anfang 2005 befürchteten die Anleger den Verlust ihrer in den Falk-Zins Fonds investierten Gelder und reichten Klage ein.

„Anleger, denen ihre Beteiligung am Falk-Zinsfonds oder Falk-Fonds 66
ebenfalls über einen Anlageberater vermittelt wurde, sollten daher
unbedingt prüfen lassen, ob auch ihnen Ansprüche auf Rückabwicklung gegen
den Anlageberater zustehen“, so BSZ® Anlegerschutzanwalt Cocron von der
Kanzlei CLLB-Rechtsanwälte in München. Da nicht alle Anlageberater über
eine Haftpflichtversicherung verfügen, kann diesbezüglich im Einzelfall
Eile geboten sein, da im Rahmen der Durchsetzung der Ansprüche das
Prioritätsprinzip gilt.

Seitens des OLG München wurde zudem die Rechtsauffassung der Kanzlei CLLB-Rechtsanwälte bestätigt, wonach die Verjährung der Ansprüche im Zusammenhang mit der Anlageberatung nicht bereits mit dem Erwerb, sondern erst mit Kenntnis des Anlegers von Schaden und Schädiger zu laufen beginnt. Diese Kenntnis liegt nach Einschätzung von Rechtsanwalt István Cocron frühestens dann vor, wenn der Anleger anwaltlich beraten wird.