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Österreich: Deutlicher Aufwärtstrend für Investmentfonds

Trotz einiger geopolitischer Unsicherheiten hat sich das Umfeld für Investmentfonds 2014 positiv entwickelt. Durch das niedrige Zinsniveau haben sowohl die Privatanleger als auch die institutionellen Investoren verstärkt zu Investmentfonds gegriffen um die guten Renditechancen bei vergleichsweise geringem Risiko zu nutzen. Im Jahresverlauf 2014 stieg das Fondsvolumen der österreichischen Investmentfondsbranche um 8,6 Prozent oder 12,48 Mrd. Euro auf 157,77 Mrd. Euro. Ein wesentlicher Treiber in dieser Entwicklung waren die Kursgewinne von rd. 10,17 Mrd. Euro. Besonders erfreulich ist, dass es nicht nur bei den institutionellen Investoren zu Nettomittelzuflüssen von 2,78 Mrd. Euro kam sondern auch im Bereich der privaten Anleger deutliche Zuflüsse erzielt werden konnten (+1,38 Mrd. Euro). Die Gesamthöhe der Ausschüttungen 2014 betrug rd. 1,86 Mrd. Euro.

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Performancesieger im vergangenen Jahr waren Aktienfonds mit dem Veranlagungsschwerpunkt Nordamerika mit durchschnittlich 25,9 Prozent, gefolgt von den Aktienfonds - Asien und Pazifischer Raum mit rund 13,5 Prozent und Aktienfonds – Internationale Aktien mit rund 13,3 Prozent. Auch Aktienfonds - Europa Gesamt legten im Jahresverlauf um rund 7,2 Prozent zu. Der Performancewert der österreichische Aktienfonds belief sich auf minus 9,7 Prozent.

Im Bereich der gemischten Portfolios (vermögensverwaltende Fonds) wurden im Vergleich zu den Einlage- und Sparzinsen respektable Performancezahlen erzielt, die sich zwischen 5,5 Prozent und 7,2 Prozent bewegen. Die vermögensverwaltenden Fonds eignen sich gerade im jetzigen Zinsumfeld hervorragend für den langfristigen Vermögensaufbau von privaten Anlegern und werden in Hinkunft von starker Bedeutung für die österreichische Fondsindustrie sein. Im Bereich der Euro Geldmarktfonds war die Performance von 0,14 Prozent positiv. Im Rentenbereich performten die Euro-Rentenfonds mit 7,5 Prozent.

Insgesamt verwalteten die 24 österreichischen Verwaltungsgesellschaften per Ende Dezember 2014 2092 Wertpapierfonds, davon 1071 Publikumsfonds, 208 Großanlegerfonds und 813 Spezialfonds. Es wurden 174 Fonds geschlossen Gleichzeitig wurden im vergangenen Jahr 113 Fonds neu aufgelegt.

Im Rahmen der Steuerreform wird die VÖIG vehement fordern, dass es auch ein Zukunftsvorsorgeprodukt ohne Kapitalgarantie geben soll. Derzeit werden die österreichischen Pensionsvorsorger mit einer Kapitalgarantie „zwangsbeglückt“, die jährliche Kosten von rund 2% verursacht. Hier sollte der Anleger in Hinkunft die Möglichkeit haben – wie in den anderen europäischen Ländern üblich – sich auch für eine Variante ohne Kapitalgarantie zu entscheiden.

Immobilien-Investmentfonds
Wie bereits in den vergangenen Jahren, verlief die Entwicklung bei den österreichischen Immobilien-Investmentfonds-Gesellschaften sehr erfreulich. Das Gesamtfondsvolumen der fünf österreichischen Immobilien-Investmentfondsgesellschaften erhöhte sich per Jahresultimo 2014 um 626,65 Mio. Euro auf 4.744,47 Mio. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von rd. 15 Prozent. Die Ausschüttungen betrugen rd. 57Mio. Euro, die Nettomittelzuflüsse beliefen sich auf rd. 574Mio. Euro und die Kursgewinne erreichten rd. 109 Mio. Euro. Die durchschnittliche 1 Jahres-Performance betrug 1,2 Prozent.