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Nürnbergs Spitzen-Retailobjekte mit imposanter Wertsteigerung

Nürnbergs Fußgängerzone ist gesund, was der Immobilienmarkt in der innerstädtischen Bestlage zeigt, berichtet das Unternehmen Lührmann in seiner aktuellen Analyse „Lührmann Citynews Nürnberg“. Immobilieneigentümer von Spitzenobjekten notierten laut Lührmann in den letzten zehn Jahren Wertsteigerungen von durchschnittlich 78 Prozent. Unter den zehn größten deutschen Städten hätten lediglich die Innenstädte von Berlin und Frankfurt eine bessere Performance gezeigt, heißt es. Insbesondere den beiden Straßen Königstraße und Kaiserstraße bescheinigt das Unternehmen zudem eine zunehmende Attraktivität.

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Die Händler vor Ort verdienen laut Analyse gut an Tagestouristen und profitieren gleichzeitig von einer überdurchschnittlichen Kaufkraft der ansässigen Bevölkerung sowie der des gesamten Ballungsraumes. Die Zentralitätskennziffer liege somit auch bei einem überdurchschnittlich guten Wert von rund 136. Noch besser stelle sich der absolute Einzelhandelsumsatz dar: Rund 3,6 Milliarden Euro Umsatz bedeuteten für Nürnberg im Jahr 2010 den neunten Platz unter 253 verglichenen deutschen Städten.

Ladenlokale in der innerstädtischen 1A-Lage sind dementsprechend begehrt, berichtet Lührmann. Die Nachfrage übersteige das bestehende Angebot um ein Vielfaches, was sich in einer kontinuierlich steigenden Mietpreisentwicklung niederschlage. Im Verlauf der letzten zehn Jahre stieg die durchschnittliche Spitzenmiete aller Flächengrößen um 57 Prozent. Bis zu 130 Euro kann der Quadratmeter eines 80 bis 120 m² umfassenden Ladenlokals in Nürnbergs allerbester Lage und mit einzelhandelsgerechter Ausstattung aktuell an Miete kosten. Die im Jahr 1966 in Nürnberg großzügig angelegte Fußgängerzone gehört zu den größten in Europa. Herzstück ist die Karolinenstraße mit der parallel verlaufenden Breiten Gasse, wobei auf der Karolinenstraße, mit ihrer Mischung aus Konsum und hochwertigem Angebotsbesatz, die absolute Bestlage Nürnbergs liegt. Der stärkste Bereich mit dem Traditionshaus Breuninger findet sich zwischen Pfannenschmiedsgasse und Färberstraße. Die Breite Gasse richtet sich mit einem eindeutigen Young-Fashion-Angebot indes stärker an die junge Zielgruppe, wohingegen auf der Kaiserstraße vorwiegend edle Designer-Boutiquen für ein urbanes Flair sorgen.

Wie die Kaiserstraße, biete sich die Königstraße in letzter Zeit für viele Flächen suchende Einzelhändler als beliebte Alternative zur Karolinenstraße an, berichtet Lührmann. Die Attraktivität der Karolinenstraße würde spürbar zunehmen und die Mietpreise dementsprechend steigen. Gleichzeitig habe auch die Kaiserstraße ihre Durststrecke überwunden, das Angebot werde wieder interessanter, neue Einzelhändler würden sich etablieren. Zuletzt unterzeichnete ein Wäschelabel einen Mietvertrag für ein rund 150 m² großes Ladenlokal an der Kaiserstraße. Erst vor einigen Monaten eröffnete der Schuhhersteller Lloyd in demselben Geschäftshaus einen Laden mit knapp 110 m² Verkaufsfläche, der zuvor vom Wohnaccessoires-Anbieter Bella Casa genutzt wurde.
Die Bauarbeiten zu dem Projekt Kquadrat in der Königstraße 4 wurden mittlerweile abgeschlossen. An der Ecke zur Kaiserstraße, dem ehemaligen Standort des Bettenhauses Nagel, entstand ein Büro- und Geschäftshaus mit zwei Ladenlokalen und insgesamt rund 1.000 m² Einzelhandelsfläche.

Für das von der inzwischen insolventen NPC-Gruppe aus Düsseldorf entwickelte Kquadrat steht bislang ein Mieter aus dem Bereich Home Entertainment fest. In dem Eckhaus gegenüber, an der Königstraße 2, gab es kürzlich eine Neueröffnung. Die Back-Factory eröffnete in dem ehemaligen Ladenlokal von Seasons-Accessoires einen ihrer neuen Shops mit integriertem Coffe-Bar-Konzept. Seit einigen Wochen hat auch das Nürnberger Traditionsunternehmen Staedtler einen Laden auf der Königsstraße. Der Schreibwarenhersteller eröffnete seine „Staedtler Welt“ in einem rund 180 m² umfassenden Ladenlokal auf der Königstraße 15, in dem sich bis dato der Messerfachmann Zwilling befand.