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Nürnberger Wirtschaftsreferent: "Irreführende Aussagen des Umweltreferenten zur Nordanbindung"

Umweltreferent Dr. Peter Pluschke stellte am Freitag, 18. Juli 2008, in einer Pressemitteilung zur Nordanbindung das Projekt in Frage.

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Dem entgegnet Nürnbergs Wirtschaftsreferent und Stadtrat Dr. Roland Fleck heute, das er es für befremdlich halte, dass sich der neue Umweltreferent über vom Stadtrat und Verkehrsausschuss gefasste Beschlüsse hinwegsetzt und fachliche Gutachten in Frage stellt. Nicht akzeptabel sei es, so Dr. Fleck, dass die Behauptung aufgestellt wird, eine gute Flughafenanbindung lasse sich anders realisieren, ohne eine sachgerechte Alternative hierzu zu bieten.

Das Raumordnungsverfahren hat 2005 drei Varianten für die Direktanbindung des Flughafens geprüft. Im Ergebnis wurden zwei Trassenvarianten der Nordanbindung als raumordnungsverträglich eingestuft. Der Nürnberger Stadtrat hat sich bereits in der Sitzung vom 20. Juli 2005 auf Basis fachlicher Stellungnahmen und unter Würdigung aller Belange für die jetzige, in der Planfeststellung befindliche Trassenvariante (1.1 „Tunnel Ost indirekt“) ausgesprochen. Diese Haltung wurde im Verkehrsausschuss vom 26. April 2007 nochmals bestätigt. Der Geschäftsbereich Umwelt hat bei den stadtinternen Stellungnahmen nicht die Nordanbindung an sich in Frage gestellt, sondern lediglich die Auffassung vertreten, dass im Hinblick auf die Minimierung der Eingriffe in Natur und Landschaft die zweite Trassenvariante (1.2 „Tunnel Ost direkt“) zu bevorzugen wäre.

„Der Nürnberger Stadtrat hat sich nach gründlicher Untersuchung und Bewertung von Trassenalternativen für die Nordanbindung des Flughafens in der beschlossenen Variante entschieden. Es gibt keine neuen Gesichtspunkte oder Veränderungen der Entscheidungsgrundlage, die die Aussagen von Dr. Pluschke irgendwie rechtfertigten. Offenkundig missachtet der neue Umweltreferent die berechtigten Interessen der Wohnbevölkerung in Ziegelstein“, sagt Wirtschaftsreferent Dr. Fleck.

Die Forderung der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen nach einer Westanbindung des Flughafens für den Individualverkehr widerspreche ebenfalls sämtlichen Untersuchungs- und Planungsergebnissen und den darauf basierenden Stadtratsbeschlüssen. Der direkte Autobahnanschluss des Flughafens an die A3 soll in erster Linie der der Erschließung der Verkehrsströme aus dem Nordosten und dem südlichen Einzugsgebiet des Flughafens dienen. "Die Verkehrsprobleme im Osten lassen sich nun einmal nicht im Westen lösen!“, betont Dr. Fleck.