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Nord/LB will Überkreuzbeteiligung mit norwegischer DnBNor

Im anstehenden Konsolidierungsprozess der deutschen Landesbanken erteilt die Norddeutsche Landesbank Girozentrale (Nord/LB) offenbar einer nationalen Lösung eine Absage. Die nach Bilanzsumme fünftgrößte Landesbank verhandelt laut "Handelsblatt" (Montagausgabe) mit der größten norwegischen Bank, der DnBNor, über eine gegenseitige Kapitalbeteiligung.

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"Wir sind daran interessiert, die seit 2005 bestehende Kooperation mit der DnBNor kapitalmäßig zu unterlegen", sagte der Vorstandsvorsitzende der in Hannover ansässigen Nord/LB, Hannes Rehm, der Zeitung. Entsprechende Pläne gab es bereits im Mai 2007. Diese wurden jedoch im Zuge der Finanzmarktkrise und des Führungswechsels bei der DnBNor unterbrochen. "Wir kennen diesen Partner sehr gut, mit dem wir sehr erfolgreich das Privat- und Geschäftskundengeschäft in Nordosteuropa aufgebaut haben. Wir haben das gleiche unternehmerische Verständnis und die gleiche Philosophie", lobte Rehm die norwegische Bank. Die DnBNor ist zwar eine börsennotierte AG, doch Sparkassen und der Staat sind ähnlich wie bei der NordLB mehrheitlich beteiligt. Beide Banken sind laut dem Blatt stark in der Schiffs- und Energiefinanzierung. "Wir wollen eine Bank rund um die Ostsee sein. Derzeit haben wir ein Interesse, mit DnBNor auch in St. Petersburg präsent zu sein", sagte Rehm.

Sollten sich die beiden Banken auf eine Kapitalbeteiligung verständigen - es wäre die erste kapitalmäßige Liaison einer Landesbank mit einer ausländischen Bank -, dürfte sich die NordLB aus dem Fusionspoker der Landesbanken endgültig verabschieden. Das Land Niedersachsen hat laut dem Blatt bereits signalisiert, dass es für die Verflechtung stille Einlagen von 700 Millionen Euro zur Verfügung stellen würde.