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Neues Wohnprojekt auf ehemaligem Sidol-Gelände geplant

Wo heute Industriehalden stehen und Gestrüpp wuchert, soll bald
ein für den Kölner Immobilienmarkt neues und zukunftsträchtiges Wohnprojekt realisiert werden. Gestern Abend haben Politik und Verwaltung in einem mehrstufigen Bauleitplanverfahren hierzu einstimmig „grünes Licht“ gegeben. Bei dem ca. 5 Hektar großen Areal handelt es sich um eine Teilfläche des ehemaligen Sidol-Geländes in den Kölner Stadtteilen Müngersdorf/Braunsfeld – 500 Meter nördlich vom Kölner Stadtwald zwischen Eupener-, Malmedyer und Eilendorfer Straße. Das städtebauliche Entwurfskonzept des Kölner Büros Schilling Architekten wurde unter Federführung der Dornieden Generalbau GmbH entwickelt und dient als Grundlage für das anschließende Bebauungsplanverfahren. Die Beteiligten gehen davon aus, dass der Bebauungsplan bis Jahresende 2007 Rechtskraft erlangen wird, so dass mit dem Bau der rund 350 bis 400 Einfamilienhäuser, Lofts sowie Eigentums- und Mietwohnungen begonnen werden kann.

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Grunderwerb im März 2006
Im März 2006 hatte die Dornieden Generalbau GmbH mit Sitzen in Mönchengladbach und Köln das Grundstück von der Lammerting Industriebau AG & Cie KG erworben. Ziel des von Dornieden und Lammerting initiierten Entwicklungsprozesses war es, das industriell geprägte Gelände in den begehrten Wohn-stadtteilen Müngersdorf/ Braunsfeld einer qualitativ hochwertigen Wohnnutzung zuzuführen, um den Standort nördlich der Aachener Straße nachhaltig aufzuwerten. Für Geschäftsführer Martin Dornieden ist das Gelände, das nördlich an das landschaftlich geschützte Gebiet als Appendix des Kölner Stadtwaldes und des denkmalgeschützten Parks der Imhoff-Villa anschließt, „das derzeit beste verfügbare, innerstädtische Grundstück für eine Wohnbebauung in dieser Größenordnung.“ Für die LIG als Projektentwickler des in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden TechnologiePark Köln bedeutet das Projekt die Schaffung von arbeitsnahem Wohnraum. „Dies wird die Attraktivität unseres Unternehmensstandortes weiter steigern“, ist sich Udo J. Lammerting sicher.

Das städtebauliche Konzept
Das städtebauliche Konzept des Büros Schilling Architekten wurde im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens unter sechs Architekturbüros prämiert. Zentraler Entwurfsgedanke ist, urbane Wohnqualitäten in einem parkartigen Freiraum mit Blickbeziehungen auf Gassen und platzartige Weitungen zu realisieren und dabei das im Süden vorhandene öffentliche Grün mit dem Grün der Privatgärten zu verzahnen. Die Architekturhandschrift soll das gediegene hochwertige Flair alter großstädtischer Stadtteile transportieren. Erschlossen wird das Quartier von der Eupener Straße durch eine in Ost-West-Richtung verlaufende Baumallee, und zwar in Höhe des unter Denkmalschutz stehenden Sidol-Pförtnerhauses.

Südlich dieser Erschließungsachse in Richtung Aachener Straße soll ein breites Spektrum unterschiedlicher Gebäudekörper entstehen. Entlang der Eupener Straße sind Stadtwohnungen in einer viergeschossigen Blockrandbebauung vorgesehen. Westlich und südlich schließen sich aneinander gereihte dreigeschossige Stadthäuser für die Einfamilien-hausnutzung sowie Eigentumswohnungen in viergeschossigen
Stadtpalais an. Die Autos werden in Tiefgaragen untergebracht – mit direkten Zugängen zu den Häusern. Interessantes Detail bei den Einfamilienhäusern ist das gezielte Anheben der Privatgärten gegenüber dem Straßenraum durch eine unter das Grundstück gebaute Sockelgarage, so dass Terrassen und Gärten schnell uneinsehbar werden.

Das Gebiet nördlich der Erschließungsachse mit den aufstehenden alten Fabrikationsgebäuden wird als Mischgebiet ausgewiesen und soll 45 kleineren Firmen und Freiberuflern eine ideale Kombination bieten, trendiges Wohnen und Arbeiten im Loft miteinander zu verbinden. Die Fabrikationsgebäude stehen unter Denkmalschutz und werden für die Umwidmung in „Wohnen und Arbeiten im Loft“ komplett entkernt. Zusätzlich sind westlich davon weitere Gebäudezeilen mit neuen Lofthäusern geplant. „Das ist eine super Lösung für viele Gewerbetreibende, die Büroräume bis zu 100 m² mit einem separaten Eingang suchen“, sagt Geschäftsführer Martin Dornieden. „Hier werden wir vielfältige Alternativen anbieten können.“

Das Gesamtgelände erhält eine sehr hochwertige Landschaftsgestaltung mit Wasserflächen, Brunnen, Kieswegen, Blumen und von Bäumen gesäumten Stichstraßen. Plätze und Freiflächen laden zur Kommunikation ein. Die zwischen der Herbesthaler und Linnicher Straße vorhandene Fuß- und Radwegeverbindung wird in neuer Lage erhalten bleiben. Außerdem soll die ehemalige Wegeverbindung nach Alt-Müngersdorf wieder geöffnet werden.

Aufgrund des einmaligen Standortes und des hochwertigen Architekturkonzepts rechnet Dornieden mit einem zügigen Abverkauf. Südlich des neuen Areals hat Dornieden bereits ein Grundstück an der Eupener Straße mit fünf Stadthäusern beplant, die aufgrund der gründerzeitlich geprägten Architektur und der flexiblen Innenraumgestaltung vom Plan weg reserviert sind. Baubeginn für diese Häuser ist Frühjahr 2007.