Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Neue Studie: Pflegeheime attraktiv für Portfolio-Investments

Portfolio-Investments in stationäre Pflegeheime sind attraktiv für Investoren. Dies ist das Kernergebnis einer gemeinsam heraus-gegebenen Studie der HSH Nordbank und der HSH N Real Estate. Laut Studie sind allerdings die langfristigen demografischen Trends allein nicht ausreichend für ein Engagement in diesem Nischen-markt. Für den Erfolg des Investments empfiehlt sich insbesondere eine Streuung von Betreibern und Regionen. Darüber hinaus sind vor allem Standort- und Immobilienqualität, die Auswahl der Betreiber sowie der Bedarf vor Ort entscheidend. Renditechancen ergeben sich für Investoren bei Investments in Projektentwicklungen sowie bei Sanierung und Neu-Positionierung von Bestandsobjekten.

.

„In den vergangenen Jahren wurde überwiegend in Wohnportfolien investiert. Dabei sind auch stationäre Pflegeheime als Assetklasse für Portfolio-Investments attraktiv“, sagt Dr. Marc Weinstock, Vorstand der HSH N Real Estate AG.

Für erfolgreiche Investments sind allerdings einige Marktbesonderheiten zu berücksichtigen
„Der Markteinstieg kann über Investitionen in Bestandsobjekte oder Projektentwicklungen erfolgen“, so Weinstock. Viele Bestandsobjekte sind nicht mehr marktgängig: Denn fast die Hälfte aller Patienten ist in Zweibett-Zimmern untergebracht und immerhin rund vier Prozent leben sogar in Mehrbett-Zimmern. Aufgrund des Baualters und der Raumkonzeptes ist rund ein Drittel des Bestandes sanierungsbedürftig - bis zu 250.000 Plätze sind nicht mehr marktfähig. „Wenn die Lage attraktiv ist und das Wettbewerbsumfeld positiv gesehen wird, bieten Sanierung und Neu-Positionierung des Objektes attraktive Renditechancen für Investoren“, erklärt Weinstock. Der Schwerpunkt der Investments sollte jedoch auf marktgängigen Bestandsobjekten in Neubauqualität liegen.

Investitionen in Projektentwicklungen sind attraktiv
„Besonders attraktiv sind Investitionen in Projektentwicklungen“, so Weinstock. Projektentwicklungen sichern Qualitätsansprüche besser ab und bieten einen höheren Gestaltungsspielraum auf die räumliche und architektonische Ausgestaltung des Pflegeheims sowie hinsichtlich der Betreiberauswahl, der Mietvertragsgestaltung und des Betriebskonzeptes. Insbesondere die Betreiberauswahl ist bei Investitionen in stationäre Pflegeheime entscheidend. Langjährige Erfahrung und eine nachweisbare Leistungsbilanz sind unerlässlich. „Investoren sollten bei Portfolioinvestments die Abhängigkeit von einem Betreiber reduzieren.

Es empfiehlt sich Objekte verschiedener Träger in das Portfolio aufzunehmen
Kein Betreiber sollte das Gesamtportfolio dominieren“, erläutert Weinstock. Hinsichtlich der regionalen Ausrichtung eines Portfolios ist eine bundesweite Streuung mit Schwerpunkt auf Regionen ratsam, für die sich schon heute eine Angebotslücke abzeichnet. „Nach unserer Einschätzung zeichnet sich eine erhöhte Nachfrage vor allem in den bevölkerungsreichen Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg ab. Steigende Nachfrage nach Pflegeleistungen. Insgesamt geht die Studie von einem steigenden Bedarf an Pflegeleistungen aus. Im Bereich der stationären Pflege rechnen die Autoren mit einer Zunahme um 270.000 bis 300.000 Fälle, in der ambulanten Pflege wird mit einer Zunahme um bis zu 490.000 Fälle gerechnet. Für den stationären Bereich entspricht dies – bei einer durchschnittlichen Heimkapazität von 80 bis 120 Betten – einem Bedarf von etwa 3.000 neu zu erbauenden Pflegeheimen.