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Bestand für durchschnittlich 6.000 m²/m²

Neue Rekordpreise für Eigentumswohnungen in Frankfurt

Als einer der zehn bedeutendsten Finanzstandorte der Welt und größte Stadt Hessens, konnte Frankfurt den positiven Wachstumstrend auch 2020 aufrechterhalten. Im Vergleich zu den meisten anderen Städten der Top 7 verzeichnete die Mainmetropole weiterhin ein Bevölkerungswachstum. Die Haushalte wuchsen trotz der in 2020 reduzierten Zuwanderung in den letzten fünf Jahren um fast 6 Prozent und dürften bis 2030 um weitere 40.000 Haushalte zulegen. Das entspricht einem Wachstum von über 9 Prozent und damit dem Spitzenwert unter den Top 7-Städten. Die Zahl der Wohnungsfertigstellungen konnte zwar gehalten werden, liegt aber über fünf Jahre ein weiteres Mal unter der Anzahl der neuen Haushalte. Zusätzlich ist die Zahl der Wohnungsgenehmigungen erneut zurückgegangen und lag 2020 so tief wie seit 2012 nicht mehr.

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“Im vergangenen Jahr konnte der Wohnungsbestand seit langer Zeit mal wieder stärker ausgeweitet werden als die Stadt gewachsen ist. Die künftig wieder stärker steigenden Haushaltszahlen werden das Wohnungsdefizit jedoch weiter erhöhen“, sagt Kai-Alexander Krummel, Head of Residential Investment Frankfurt bei Colliers.

Aufrgund des nur geringen Haushaltswachstums in 2020 war der Druck auf den Mietwohnungsmarkt zunächst etwas geringer. Dementsprechend stiegen die Bestandsmieten im ersten Halbjahr 2021 nur leicht an, um etwa 0,15 Euro/m². Bei den Neubaumieten war in 2021 bisher ein stärkerer Anstieg festzustellen – um durchschnittlich 0,85 Euro/m².

Kaufpreise für Eigentumswohnungen sind sowohl im Bestands- als auch im Neubausegment rapide gestiegen – von 2016 bis zum Halbjahr 2021 um rund 12,0 Prozent im Jahr. Damit kostete eine durchschnittliche Eigentumswohnung zuletzt etwa 6.000 Euro/m² im Bestand und 8.000 Euro/m² im Neubau.

Nach dem Investitionsrekord für Wohn- und Geschäftshäuser im Jahr 2019 von mehr als 1,5 Milliarden Euro lag der Umsatz im Jahr 2020 wieder auf dem Niveau der Vorjahre mit knapp über 1,0 Milliarden Euro Das Volumen für Eigentumswohnungen zeigt sich hingegen erneut stabil bei rund 1,5 Milliarden Euro.

“Wenn die Haushaltszahlen in Zukunft wieder stärker ansteigen und sich die Bautätigkeit angesichts der geringen Genehmigungszahlen rückläufig entwickelt, wird das auch den Druck auf den Wohnungsmarkt erhöhen“, ergänzt Felix von Saucken, Head of Residential in Deutschland bei Colliers.