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Nischensegment

NAI Apollo legt KiTa-Fonds auf

In Zeiten steigenden Investmentdrucks sind Investoren vermehrt auf der Suche nach neuen Anlagemöglichkeiten und werden zunehmend kreativ. Nun hat die zur NAI Apollo Group gehörende Apollo Real Estate Advisor AG Ende des Jahres 2016 eine Investmentgesellschaft gegründet, die gemeinsam mit einem Ankerinvestor aus der Versicherungsbranche einen ersten Teilfonds für die Assetklasse Kindertagesstätten lanciert hat. Dieser richtet sich an deutsche professionelle Anleger. Das geplante Eigenkapital des Teilfonds beträgt 75 Millionen Euro, hinzu kommt Fremdkapital in gleicher Höhe.

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Bedarf an KiTa-Plätzen steigt
Bereits seit 2013 besteht in Deutschland ein Anspruch auf einen KiTa-Platz, der zu einem deutlichen Anstieg der vorhandenen Plätze in Kindertagesstätten geführt hat. Um den weiter steigenden Bedarf zu decken, werden aber zusätzliche Plätze und damit auch weitere Immobilien benötigt. Wurde früher der überwiegende Teil der Kindertagesstätten in Deutschland von der öffentlichen Hand, Sozialeinrichtungen oder Privatinitiativen finanziert, interessieren sich inzwischen auch Investoren aus der Immobilienwirtschaft für die zukunftsträchtige Assetklasse der KiTas. Die öffentlichen und sozialen Kassen sind oft leer oder stark strapaziert, auf Seiten der Investoren ist genug Kapital vorhanden, es herrscht Anlagedruck und man verspricht sich attraktive Renditen. „Die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sprechen für Investitionen in die Asset-Klasse KiTa“, betonte auch Michael Bischoff, Vorstand Vertrieb der Apollo Real Estate Advisor AG.

Investitionen in der Pipeline
Der neu aufgelegte Teilfonds der Nai Apollo-Investmenttochter hat bereits seine ersten Investitionen getätigt und als Startportfolio vier Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen erworben. Nähere Angaben zu den Ankäufen wurden leider nicht gemacht. Weitere Bestandsobjekte und Projektentwicklungen befänden sich derzeit in der Ankaufpipeline, teilte der aber Fondsinitiator mit. „Die Nachfrage für KiTa-Plätze steigt in Deutschland seit Jahren kontinuierlich an. Staatliche Zuschüsse und eine hohe Nachfrage sorgen für stabile Cashflows in einem Nischensegment“, erklärte Martin Karg, zuständig für den Ankauf der KiTas. Zukünftig sei es innerhalb der Gruppe geplant, weitere Fondsprodukte umzusetzen. Nähere Informationen dazu wurden auch auf Anfrage unserer Redaktion leider nicht bekannt gegeben.