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Countdown für Tegel - Schönefeld und BER

Der Countdown läuft: Am dritten Juni wird der Flughafen Tegel (TXL) zugunsten des neuen Großflughafens BER geschlossen. Auf den letzten Metern präsentiert Tegel noch einmal Rekordzahlen bei den Passagierzahlen. Im ersten Quartal passierten 3.767.425 Passagiere die Gates, dies entspricht einem Plus zum Vorjahr von 7,8 Prozent. Während die Luftverkehrszahlen in Kürze der Vergangenheit angehören, ist die Zukunft des Flughafenareals Tegel aber inzwischen offiziell unter Dach und Fach: Eine „Stadt der Zukunft“ soll gemäß der jüngst unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Berlin und dem Berliner Senat entstehen, über die bereits seit Januar weitgehend Einigkeit zwischen den beiden Eigentümern herrschte. Erklärtes Ziel ist die Ansiedlung von Instituten und Unternehmen, die sich mit erneuerbaren Energien befassen.

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Die entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde Ende März zwischen dem Stadtentwicklungssenator Michael Müller und einem Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), Axel Kunze, unterzeichnet. Die Pläne für das 466 Hektar große Airportgelände sehen die Errichtung eines Forschungs-, Industrie und Gewerbeparks vor. 300 ha davon gehören dem Bund, die verbleibenden 160 dem Land Berlin. Rund 210 ha sind als Bebauungsfläche vorgesehen.

Laut Kunze wird auf dem Areal in Zukunft eine stadtverträgliche Industrie entstehen, die nachhaltige Energien entdecken und neue Mobilität erfahrbar machen soll. Müller hebt zugleich die stadtentwicklungspolitische und wirtschaftspolitische Bedeutung Tegels für Berlin hervor. Unter der Leitidee Urban Technologies -Technologien für die Stadt der Zukunft soll vor allem vier Themenfeldern Raum geboten werden: Energie, Mobilität, Experimentierraum und Werkstoffe. Der Entwicklungsprozess soll gemeinsam mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erfolgen, wobei die Planungshoheit beim Land Berlin verbleibt.

Während in Tegel und auch in Schönefeld die Koffer gepackt werden, ist der Umzug unter der Überschrift "Entzerrung“ bereits angelaufen. Rund 2.000 der insgesamt 2.800 Lastwagenfahrten sollen bis Abend des 2. Juni abgeschlossen sein, erklärte Flughafensprecher Leif Erichsen. Die logistische Meisterleistung steht den Beteiligten dann aber noch in der Nacht vor der Eröffnung bevor: In dieser Nacht rollen die restlichen 800 Lastwagen in sieben Stunden zum neuen Flughafen. Damit nichts schief geht, haben sich Berliner Hilfe aus Bayern geholt, da die bayerischen Kollegen der Flughafen München GmbH (FMG) dort bereits erfolgreich den Umzug eines deutschen Flughaen binnen weniger Stunden gemeistert haben. In der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1992 zog der Münchner Flughafen von München-Riem an seinen heutigen Standort, zum Franz-Josef-Strauß-Airport. Als erster deutscher Flughafen absolvierte das Münchner Team diese logistische Leistung mit Bravur, was ihnen Aufträge für die Inbetriebnahme der Flughäfen in Athen, Bangkok, Hyderabad und Kuala Lumpur einbrachte, und letztendlich auch den Zuschlag für den Umzug des künftigen Hauptstadtflughafens. In Berlin nahm die Münchner Crew bereits Mitte 2010 ihre Arbeit auf, da sie nicht nur für den Umzug verantwortlich sind, sondern auch für die Planung und Durchführung des Probebetriebs.