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Nach Top-Jahr blickt Stuttgarter Hotellerie positiv in die Zukunft

Für die Stuttgarter Hotellerie war 2006 ein absolutes Rekordjahr. Laut dem „Hotelmarktbericht Stuttgart“ der Dr. Lübke GmbH wuchs die Anzahl an Übernachtungen auf rund 2,6 Mio. „Neben den Fußball-WM-Spielen im heimischen Gottlieb-Daimler-Stadion haben vor allem exportorientierte Unternehmen in der Region zu einer steigenden Zahl an Gästen geführt“, so Andreas Erben, Leiter Dr. Lübke Hotel. Der Großteil der Reisenden kommt aus beruflichen Gründen. Und auch immer mehr ausländische Gäste finden Gefallen an der Schwabenhochburg. Die stärkste Gruppe unter ihnen sind die Amerikaner. Obwohl die Übernachtungspreise im vergangenen Jahr deutlich angestiegen sind, ist Stuttgart unter den deutschen Großstädten immer noch im Mittelfeld. Noch in diesem Jahr werden voraussichtlich rund 2.000 neue Betten auf den Markt kommen. Mehr als die Hälfte davon im gehobenen Segment. Eine Reihe von Großveranstaltungen sowie die Neue Messe am Flughafen sollen in Zukunft die Nachfrage sichern.

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Stuttgart ist auf dem deutschen Hotelmarkt mittlerweile auf Platz acht und konnte seine Bettenauslastung in den letzten zehn Jahren von 36,9 Prozent auf 43,8 Prozent steigern. Unter den bundesweiten Top-Hotelstandorten verzeichnete er 2006 nach Dresden (+18,6%), Hamburg (+11,5%) und Frankfurt (+11,3%) mit 11,2 Prozent die viertgrößte Zuwachsrate bei Übernachtungen. „Neben der Fußball-WM hat es Stuttgart geschafft, sich mit Großveranstaltungen, wie dem Cannstatter Volksfest oder den Musicals ‚Mamma Mia’ und ‚Die drei Musketiere’ am Reisemarkt zu etablieren.“

Aktuell würden jedoch Geschäftsreisende den Markt dominieren. Rund zwei Drittel der Gäste kamen aus beruflichen Gründen in die baden-württembergische Hauptstadt. „Neben dem stetig gewachsenen Tagungs- und Kongressmarkt locken vor allem ansässige international tätige Unternehmen eine Vielzahl an Geschäftsreisenden aus aller Welt an.“

Andrang aus Amerika
Insgesamt haben rund 826.000 ausländische Besucher rund 32 Prozent der Übernachtungen ausgemacht. „Ein Großteil der Reisenden stammt aus den USA (119.400 Übernachtungen). Viele von ihnen gehen auf den Automobilkonzern DaimlerChrysler zurück.“ Zur Fußball-WM seien auch besonders viele Besucher aus Großbritannien (83.900 Übernachtungen) und der Schweiz (74.500 Übernachtungen) gekommen.

Sie waren auch bereit, für eine Übernachtung 14,1 Prozent mehr als im Vorjahr zu zahlen. So kostete ein Zimmer durchschnittlich 93,1 Euro. Damit ist die Schwabenmetropole im Vergleich deutlich günstiger als München (116,5 Euro), Hamburg (102,6 Euro), Köln (101,9 Euro) und Berlin (99,3 Euro).

Mehr Luxusbetten für Stuttgart
Im Jahresverlauf rechnet Erben mit einem weiter wachsenden Bettenkontingent. „Unseren Informationen nach sollen noch in diesem Jahr fünf Hotels mit ca. 2.000 Betten – schwerpunktmäßig in der gehobenen Kategorie – eröffnen, wie das NH Stuttgart Airport oder das Arcotel Camino Stuttgart.“ Dadurch würde sich die durchschnittliche Zuwachsrate aus den vergangenen zehn Jahren vervierfachen. 2008 seien weitere 275 Betten geplant. „Zusätzlich sind Objekte am Mineralbad Berg, auf dem Dinkelacker-Areal und auf dem ENBW-Gelände in der Diskussion.“

Derzeit verfügt Stuttgart über 157 Beherbergungsbetriebe mit 16.200 Betten. Etwa die Hälfte der angebotenen Kapazitäten entfällt auf das 4- und 5-Sterne-Segment. „Auch ein Großteil der geplanten Projekte ist in der gehobenen Klasse angesiedelt.“

Neue Messe am Flughafen und Veranstaltungen sichern Zukunft
Erbens Einschätzung für die nächsten Jahre ist positiv. „Die Wirtschaftskraft der Region wird weiterhin eine hohe Zahl an Geschäftsreisenden sichern.“ Und auch die Neue Messe am Flughafen mit dem Internationalen Congress Center Stuttgart (ICS), die im Oktober diesen Jahres ihre rund 100.000 m² Ausstellungsfläche eröffnen wird, verspreche Potenzial. Hinzu kämen zahlreiche Veranstaltungen, z.B. die Weltmeisterschaft im Tanzen und im Straßenradfahren, sowie kulturelle Highlights, wie das neue Porsche-Museum, die für viele Touristen eine Reise wert seien.

„Obwohl sich die Zahlen von 2006 wahrscheinlich nicht wiederholen lassen, ist Stuttgart auf dem besten Weg, unter den deutschen Hotelstandorten weiter aufzusteigen.“