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Multi-Development-Regionalleiter rudert bei Kreuznacher Prestige-Projekt zurück

Henning Zimmermann, regionaler Projektentwicklungsleiter von Multi Development, hat am Donnerstag im Gespräch mit der Mainzer „Allgemeinen Zeitung“ die ambitionierte Planung für das 70-Millionen Euro teure Innenstadtquartier in Bad Kreuznach stark relativiert. Zimmermann betonte, dass man mit dem Projekt ganz am Anfang stehe. „Man peilt über den Daumen“, musste der Projektleiter auf Nachfrage zugeben. Ein Baubeginn im Jahr 2014 ist damit alles andere als sicher.

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Eine erste öffentliche Präsentation des Projekts Mitte vergangenen Monats hatte zu teilweise heftigen Reaktionen aus dem Bad Kreuznacher Stadtrat geführt. Die Ratsmitglieder fühlten sich durch den von Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer (SPD) kurzfristig anberaumten Pressetermin übergangen und bemängelten, wichtige Details erst aus den Medien erfahren zu haben. Vereinzelt wurde Multi Development vorgeworfen, Luftschlösser mit fehlender ökonomischer Belastbarkeit zu entwerfen. Das Projekt sieht 15.000 m² für Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungen sowie 1.400 m² für eine neue Sporthalle vor. Dazu sollen 50 Mietwohnungen sowie 320 Pkw-Stellplätze kommen.

Auf der Präsentation waren sowohl der Kostenrahmen, als auch der Baubeginn und die geplante Fertigstellung 2016 als Fakten benannt worden. Im Nachgang stellte sich jedoch heraus, dass weder die Finanzierung des Projektes sichergestellt ist, noch die betroffenen Grundstückseigentümer, allen voran die Sparkasse Rhein-Nahe, ihre Genehmigung für den Abriss der Altgebäude erteilt haben. Auch die Kaufhof-Gruppe, die als Ankermieter für das Projekt vorgesehen war, zeigte sich durch die sehr konkreten Pläne überrascht. Aus dem Management der Bad Kreuznacher Filiale hieß es, man sei bisher keineswegs als Projektpartner eingebunden, sondern lediglich als Anlieger in Kenntnis gesetzt worden.