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Münster: Stadthaus 1 wird saniert

Die Fassade ist geliftet, der Kern jedoch ist schon recht betagt. Das Stadthaus 1 an der Klemensstraße – Wahrzeichen der Münsteraner Stadtverwaltung – bedarf einer umfassenden Sanierung. Die einzelnen Gebäudeteile rund um den Platz des Westfälischen Friedens, vom Hochhaus am Syndikatplatz / Heinrich-Brüning-Straße bis zum so genannten Bauteil F von der Parfümerie bis zum Maxi-Turm wurden in den Jahren 1956 bis 1961 errichtet. Die jahrzehntelange intensive Nutzung hat inzwischen im Innern des Gebäudekomplexes deutliche Spuren hinterlassen.

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Nahezu alle Installationen der technischen Gebäudeausrüstung stammen aus der Errichtungszeit des Gebäudes. Computer, Kopierer und all die weitere aktuelle Technik nutzen dasselbe Leitungssystem wie in den Anfangsjahren der Stadtverwaltung als Schreibmaschinen noch ohne Strom bedient wurden und Kopierer Zukunftsträume waren. Auch das Wasserversorgungsnetz entspräche nach einer Sanierung den aktuell geltenden Anforderungen an Hygiene und Betriebssicherheit.

Heizungstechnik, lüftungstechnische Anlagen, Elemente des vorbeugenden Brandschutzes, Bodenbeläge und Weiteres haben die übliche Lebensdauer bei weitem überschritten und führen zu überdurchschnittlich hohen Reparaturkosten, die ohne grundlegende Sanierungsmaßnahmen stetig und deutlich ansteigen.

Mit der Fassadensanierung in den Jahren 2006 / 2007 wurde ein erster Schritt getan, das Stadthaus 1 den heutigen Ansprüchen anzupassen – wie dies bei Verwaltungsgebäuden ähnlichen Alters, etwa der Handwerkskammer oder der Uni-Bibliothek, schon geschehen ist. Ohne eine „grundständige Innensanierung“ lassen sich die Anforderungen an Funktion und Betriebssicherheit des Gebäudes nicht erfüllen, so die einhellige Meinung der Fachleute im Amt für Immobilienmanagement.

Die haben auch externe Meinungen zur zukünftigen Nutzung des Gebäudekomplexes eingeholt, zumal sich im Zuge einer Komplettsanierung eines Gebäudes in der City auch die Frage nach einer gewinnbringenden Vermarktung stellt. Intensive Recherchen sowohl städtischer als auch externer Fachleute kommen zu dem Ergebnis, dass lediglich das Hochhaus der Stadtverwaltung eigenständige Büroeinheiten bieten könnte, wie sie aktuell gesucht sind. Der Umbauaufwand für eine solche Drittnutzung würde sich allerdings entsprechend erhöhen und die zu fordernden Mieten deutlich über dem Höchstmietpreisniveau liegen.

Auch weitere grundsätzliche Fragestellungen wie ein eventueller Rückbau, Veräußerungsmöglichkeiten und entsprechend andere Beschaffungsvarianten sind vom Amt für Immobilienmanagement geprüft worden: Da im Sinne der Bürgernähe ein Anteil der Fläche des Stadthauses 1 für die „zwingende Eigennutzung“ vorgesehen ist, etwa für das Amt für Bürgerangelegenheiten, und Drittnutzungen von Büroräumen derzeit nicht wirtschaftlich sind, sollte das Stadthaus 1 weiterhin durch Stadt Münster genutzt werden. Durch einen Verkauf des Stadthauses 1 würde der Stadt der Einfluss auf die Entwicklung des städtebaulich hoch sensiblen Kernbereichs der Innenstadt verloren gehen.

„Eine zukunftsorientierte Entwicklung der Stadtverwaltung benötigt einen zentralen Standort um bürgernahen Service bieten zu können ebenso wie eine Konzentration der Verwaltungseinheiten auf wenige Standorte. Diese Kombination bieten die Stadthäuser nach den Veränderungen im Stadthaus 1“, fasst Oberbürgermeister Markus Lewe die Pläne zum Erhalt des Stadthauses 1 als langfristigen Standort der Verwaltung in der Innenstadt zusammen.