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München mit den höchsten Ladenmieten

Das Maklerunternehmen Lührmann hat wie schon im Jahr zuvor ein umfangreiches Ranking der Mieten für Ladenlokale in den 1A-Lagen deutscher Metropolen vorgelegt. Die höchsten Mieten im Einzelhandel werden diesem Ranking zufolge in der bayerischen Hauptstadt München erzielt.

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Für kleinere Ladenlokale mit Größen zwischen 80 und 120 m² werden bei Neuabschlüssen an der Kaufinger oder Neuhauser Straße in diesem Jahr bis zu 270 Euro/m² fällig. Im Vorjahr konnten entsprechende Flächen noch für 20 Euro weniger angemietet werden. Die Mietpreise steigerten sich um rund acht Prozent. Freilich sinkt auch in München der Preis im Verhältnis zur Ladengröße. Aber dennoch: Auch bei Ladenlokalen mit Größen zwischen 1.200 und 1.500 m² Verkaufsfläche werden noch Mietpreise um 100 Euro/m² aufgerufen. Zum Vergleich: Entsprechende Mietflächen in der sächsischen Metropole Dresden werden um 15 Euro/m² gehandelt.

Guido Kleinschmidt, geschäftsführender Gesellschafter der Lührmann München GmbH & Co. KG, führt die Entwicklung in München auf die nochmals gestiegene Nachfrage nach Flächen in der Landeshauptstadt zurück. „In München“, so Kleinschmidt, „konkurrieren grundsätzlich mehrere bonitätsstarke Mieter um frei gezogene Flächen in der Innenstadt.“ Dies führe nach den Gesetzen des Marktes zu immer höheren Angeboten auf der Nachfragerseite. So auch in München, wo Einzelhändler nach wie vor beste Geschäfte machen können. Denn hohe Mietpreise im Einzelhandel sind, wie Kleinschmidt weiter erläutert, nach wie vor weniger der Fantasie oder überzogenen Erwartungen geschuldet sondern orientieren sich ausschließlich an den tatsächlich vor Ort zu erzielbaren Umsätzen. Die stimmen in München, was Kaufkraft und Zentralität ohne Zweifel dokumentieren.

Zweiter im aktuellen Lührmann Metropolenranking ist die Domstadt Köln. Wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, welcher Wettbewerb unter nationalen und internationalen Filialisten um Flächen auf den Top-Einkaufsstraßen in Köln, Hohe Straße und Schildergasse, herrscht, wie Thomas Heckh, geschäftsführender Gesellschafter der Lührmann Düsseldorf GmbH & Co. KG berichtet. Für kleinere Ladenlokale mit Größen zwischen 80 und 120 m² werden in Köln bei Neuabschlüssen in diesem Jahr bis zu 255 Euro/m² fällig. Die Mietpreise stiegen in diesem Segment gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 5 Euro/m². Größere Flächen zwischen 1.200 und 1.500 m² Verkaufsfläche werden um 70 Euro/m² gehandelt.

Drittplatzierter im aktuellen Ranking ist wie im Vorjahr Hamburg. Die Preise für kleinere Ladenlokale blieben hier konstant bei 240 Euro/m². Größere Flächen werden in der Hansestadt um 70Euro/m² gehandelt.

Die Plätze vier und fünf belegen ebenfalls wie im Vorjahr Frankfurt am Main und Stuttgart. Die Mietpreise blieben mit 120 Euro/m² auf dem Vorjahresniveau.

Auf dem sechsten Rang behauptet sich mittlerweile Hannover noch vor Berlin und Düsseldorf, die mit einem aktuellen Mietpreisniveau von 200 Euro/m² Rang sieben und Rang acht belegen. Hannover steigerte sich gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 5 Euro/m² auf nunmehr 220 Euro/m².

Auf Rang neun folgt mit Dortmund die derzeit für den Einzelhandel attraktivste Stadt im Ruhrgebiet. Für Ladenlokale in besten Lagen des Westen- und Ostenhellwegs müssen Einzelhändler in diesem Jahr ebenso wie im Vorjahr Mietpreise um 190 Euro/ m² kalkulieren. Größere Flächen werden in Dortmund mit 55 Euro gehandelt. Die Ruhrgebietskonkurrenten Duisburg und Essen weisen Mietpreise weit unterhalb des Dortmunder Niveaus auf. In Essen werden für kleinere Flächen 120 Euro/m² bezahlt, für größere Flächen angesichts des schon heute nicht eben knappen Angebotes 30 Euro/m². Diese Situation wird sich mit der Eröffnung des Shopping Centers am Limbecker Platzes noch einmal spürbar verschärfen. In Duisburg sind die hohe Dichte des Einzelhandels im Ruhrgebiet und die Konkurrenz durch das nahe gelegene Shopping-Center CentrO in Oberhausen noch deutlicher zu spüren. Hier werden für kleinere Flächen in der Top-Lage Königstraße nur noch etwa 75 Euro/m² gezahlt. Größere Flächen schlagen noch mit etwa 25 Euro/m² zu Buche.

Rang zehn des diesjährigen Lührmann Metropolenrankings belegt die fränkische Metropole Nürnberg mit 130 Euro/m² für kleinere Flächen. Die Nachfrage nach Ladenlokalen hat auch hier stark zugenommen und eine Steigerung der Mietpreise innerhalb eines Jahres um 20 Euro/m² beziehungsweise knapp 20 Prozent verursacht.

Insgesamt präsentieren sich die deutschen Großstädte und Metropolen damit wieder ausgesprochen stabil. An keinem der untersuchten Standorte wurden Mietpreisrückgänge beobachtet. Solche Rückgänge waren in den letzten Jahren, die von enormen Schwierigkeiten im Einzelhandel geprägt waren, zumindest an Standorten zu beobachten, die spürbar von der Konkurrenz nicht integrierter Shopping-Center betroffen sind. Mit der Erholung im Einzelhandel 2006, die auf die allgemein verbesserte Stimmung – nicht zuletzt durch die Weltmeisterschaft - zurückzuführen ist, ziehen an den meisten Standorten die Preise jetzt wieder an. Bis zum Jahresende muss durch Vorzieheffekte wegen der im Januar 2007 um drei Punkte steigenden Mehrwertsteuer laut Angaben des Maklerunternehmens mit einer weiteren Verschärfung des Wettbewerbes um die besten Standorte im Einzelhandel mit entsprechenden Auswirkungen auf die Mietpreise gerechnet werden.