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München hat die attraktivste Innenstadt Deutschlands

Die Deutschen finden die Innenstädte ihrer Großstädte besonders attraktiv. Nicht Freiburg, Bonn, Münster oder Lüneburg, die in der Fachwelt als besonders attraktive und vitale Innenstädte gelten, sind die Lieblinge der Deutschen, sondern München, Hamburg und Berlin: „big is beautiful“.

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1.800 deutsche Haushalte wurden vom Marktforschungsinstitut CIMA repräsentativ befragt, um herauszufinden, was eine Innenstadt aus der Sicht der Deutschen besonders attraktiv macht und welche Innenstädte am beliebtesten sind.

Mit 14,6 Prozent wurde München eindeutig als attraktivste Innenstadt gewählt, wenn es auch gegenüber dem Jahr 2002 (16,3 Prozent) merklich verlor. Auf dem zweiten Platz rangiert die Innenstadt von Hamburg, die allerdings gegenüber 2002 (6,4 Prozent) ein deutliches Plus auf nunmehr 11,8 Prozent verzeichnen konnte und damit München eng auf den Fersen ist. Für Berlin blieb nur noch ein dritter Platz (10,5 Prozent).

Was zeichnet in den Augen der Kunden eine attraktive Innenstadt aus? An erster Stelle stehen aus Sicht der Kunden die Einkaufsmöglichkeiten: Sie sind für 60 Prozent das wesentliche Merkmal für eine attraktive Innenstadt. 26 Prozent nennen das Gastronomieangebot und rund 20 Prozent das öffentliche Grün oder die Aufenthaltsqualität und Atmosphäre.

Überraschenderweise sind die Erreichbarkeit und die Parkmöglichkeiten aus Sicher der Verbraucher kein wichtiges Attraktivitätsmerkmal und erreichen nur 9.5 Prozent bzw. 8,8 Prozent der Nennungen. Die CIMA warnt die Städte davor, daraus die falschen Schlüsse zu ziehen: „Es ist zwar richtig, dass die Menschen vom Erlebnis Innenstadt angezogen werden, nicht vom Parkplatz. Aber wenn die Parkbedingungen schlecht sind, werden Städte gnadenlos abgestraft und die Kundschaft wandert ab. Ein gutes Parkplatzangebot, reelle Parkgebühren und möglichst eine Gebührenerstattung des Einzelhandels sind ein Pflichtprogramm der Städte und nicht die Kür.“, erläutert CIMA-Geschäftsführer Mario Mensing.

Angesichts der häufig umstrittenen Großprojekte in deutschen Innenstädten interessierten sich die Marktforscher auch dafür, für wie wichtig die deutsche Bevölkerung ein innenstädtisches Shopping-Center für die Attraktivität einer Innenstadt hält. Schließlich mobilisiert das Für und Wider solcher Einkaufszentren zehntausende von Menschen, wie die Bürgerentscheide und Unterschriftenlisten in Braunschweig, Oldenburg, Schweinfurt, Würzburg, Garmisch-Partenkirchen und vielen weiteren Städten zeigten, und hat schon mehrere Bürgermeister den Kopf (oder wenigstens den Wahlsieg) gekostet.

Das Ergebnis vermittelt die ganze Brisanz des Streites um pro und contra der Shopping-Center: Die Bevölkerung ist in der Frage zwiegespalten, eine breite, meinungslose Mitte gibt es nicht. 43,4 Prozent halten ein Shopping-Center für wichtig bzw. sehr wichtig – 42,7 Prozent für unwichtig bzw. sehr wichtig; nur 12,8 Prozent ist es egal. Die größten Befürworter finden Shopping-Center in der Generation der 15- bis 19-Jährigen. Von ihnen halten rund 52 Prozent ein Shopping-Center für wichtig bzw. sehr wichtig. Während die Befürworter von Shopping-Centern insbesondere die Geschäfte und die Parkmöglichkeiten wichtig für die Attraktivität einer Innenstadt finden, legen diejenigen, die Shopping-Center für unwichtig bzw. sehr unwichtig halten, mehr Wert auf die Atmosphäre, die Architektur und eine schöne Fußgängerzone.