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Mönchengladbach: Grünes Licht für europaweite Ausschreibung des Handelszentrums

Der Rat der Stadt stellte in der gestrigen Sitzung die Weichen für die europaweite Ausschreibung zum Verkauf der städtischen Grundstücke am Standort des ehemaligen Schauspielhauses an der Hindenburgstraße. Im Mai nächsten Jahres sollen Verwaltung und Politik erste Angebote und Vorschläge für das geplante Handels- und Dienstleistungszentrum (HDZ) an diesem Standort vorliegen.

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Vorgesehen ist ein zweistufiges Vergabeverfahren. In einer ersten Auswahl der Bewerber entscheidet der Rat in Form einer Eignungsprüfung, wer in einem weiteren Schritt aufgefordert werden soll, entsprechend aussagekräftige Angebote vorzulegen. Bis zu fünf Bewerber kommen schließlich in die engere Wahl. Am Ende entscheidet der Stadtrat, welches Unternehmen den Zuschlag erhält.

Insgesamt erlauben die städtischen Flächen des ehemaligen Theaters und des optional angebotenen Teils der Viersener Straße eine Größenordnung von rund 15.000 m² für ein Handels- und Dienstleistungszentrum. Maximal sind 25.000 m² vorgesehen. Im letzteren Fall müssen weitere Grundstücke von privaten Eigentümern sowie der Stadt im Gebäudeblock zwischen Croonsallee, Steinmetz-, Kleist- und Yorckstraße erworben werden. Schließlich kann die Verkaufsfläche für das geplante Einkaufszentrum sogar um weitere 4.000 m² auf die maximale Obergrenze von 29.000 m² aufgestockt werden. Der Hintergrund: Die ZIAG Immobilien AG, Eigentümerin der benachbarten Theatergalerie, ist an einer Erweiterung ihres Shopping-Centers um 4.000 m² und an einer direkten Anbindung an das neue Einkaufszentrum interessiert.

In der europaweiten Ausschreibung ist als weiterer Eckpunkt eine Mindestbetreiberzeit von 15 Jahren vorgesehen. Ferner soll der Bieter die Eigentümerin der Theatergalerie in die Planungen einbeziehen und sie mit ihr abstimmen. Vernetzungen mit Einrichtungen entlang der Hindenburgstraße sind beidseitig in westlicher und östlicher Richtung planerisch denkbar. Als Zuschlagskriterien gelten Wirtschaftlichkeit, städtebauliche Integration und Architektur, Nutzungskonzept und zeitliche Realisierung.

Für den Verkauf des Grundstückes liegt der mit der Abwicklung des Verkaufs beauftragten städtischen Entwicklungsgesellschaft ein Wertgutachten mit einem Wertansatz von rund 4,1 Millionen Euro vor. Die Kosten für den Abriss des ehemaligen Schauspielhauses sind vom Bieter zu tragen. Die Stadt kann für Infrastrukturmaßnahmen und städtebauliche Begleitung, die sich aus dem Bau des Einkaufszentrums ergeben, nach Abzug der Verfahrenskosten maximal 8,8 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die von zwei Anwaltskanzleien begleitete Ausschreibung ist so formuliert, dass auch die Hamburger Investorengruppe ECE weiterhin die Möglichkeit hat, sich an dem Verfahren zu beteiligen. Um andere Anbieter nicht zu benachteiligen, wird die sogenannte Projektantenstellung für ECE aufgehoben, indem alle Anbieter auf den gleichen Informationsstand gebracht werden. Insgesamt ermöglicht die Ausschreibung eine große Bandbreite verschiedener Modelle für das neue Einkaufszentrum am Standort des ehemaligen Schauspielhauses. Demnach können die Anbieter selbst entscheiden, ob sie ihr Modell auf das städtische Grundstück beschränken oder über die Viersener Straße hinaus beziehungsweise entlang der Hindenburgstraße ausdehnen wollen.