Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Mönchengladbach Arcaden: Neues Shopping-Center ist verträglich

Wie wirkt sich das geplante Einkaufszentrum "Mönchengladbach Arcaden" auf die Verkehrssituation im direkten und unmittelbaren Umfeld aus und welche Verkaufsfläche verträgt das Shopping-Center der Essener Investorengruppe mfi, das 2014 am Standort des ehemaligen Schauspielhauses an der Hindenburgstraße eröffnet werden soll? Mit diesen Fragen befasste sich gestern der Planungs- und Bauausschuss, der mit der Änderung des Flächennutzungsplans und der Vorstellung des Bebauungsplan-Vorentwurfs das planrechtliche Verfahren für das Großprojekt, das die benachbarte Theatergalerie und den Lichthof mit einschließt, auf den Weg brachte. Mit Hilfe des Planungsrechtes und eines städtebaulichen Vertrages soll die Mitte Mönchengladbachs auf der Basis mehrerer gutachterlicher Aussagen zu Verkehr, Auswirkungen auf den Einzelhandel und Architektur neu gestaltet werden. Die Ergebnisse aller drei Gutachten fließen jetzt in den Bebauungsplan-Vorentwurf mit ein.

.

Die Kölner Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) hält in ihrem Gutachten, das von einem "worst case" mit den schlimmstenfalls zu erwartenden Auswirkungen ausgeht, eine Verkaufsfläche von 26.000 m² für verträglich und somit zulässig. In einer zweiten Variante wird von einem "Flächenpool" ausgegangen, der Flächenobergrenzen für bestimmte Sortimente definiert. Wird der bereits vorhandene Bestand in Theatergalerie, Lichthof und im Gebäude Hindenburgstraße 109 abgerechnet, kommen die Gutachter auf eine zu prüfende Verkaufsfläche von rund 20.500 m².

Das Gutachten geht von einem Gesamtumsatz der "Mönchengladbach Arcaden" von 103,5 Millionen Euro aus, wobei 55,7 Millionen Euro durch Kundschaft direkt aus Mönchengladbach, 30,5 Millionen Euro aus dem näheren Umland (Wegberg, Jüchen, Willich und Viersen) sowie weitere 9,5 Millionen Euro aus dem weiteren Umgebung (Heinsberg, Niederkrüchten und Tönisvorst) fließen. Sieben bis acht Prozent kommen aus den benachbarten Niederlanden. Fazit: Der überwiegende Teil der Umsätze werden durch Kundschaft aus Mönchengladbach, ein Drittel aus dem direkten Umland und immerhin knapp zehn Prozent aus der weiteren Umgebung generiert. Das erwartete Umsatzvolumen, das sich auf den "worst case" von 26.000 m² Verkaufsfläche bezieht, bringt Umverteilungen im gesamten Mönchengladbacher Einzelhandel mit sich.

In der sogenannten "Auswirkungsanalyse" gehen die Gutachter von einem Kaufkraftzufluss von 32 Millionen Euro aus. Innerhalb Mönchengladbachs wird eine Umsatzverteilung von 52 bis 53 Millionen Euro prognostiziert. Dabei kommen rund 17,1 Millionen Euro direkt aus dem Mönchengladbacher Kernbereich (ohne Bestand Theatergalerie und Lichthof); dies entspricht einer Umverteilungsquote von acht Prozent. Aus der Rheydter City fließen zukünftig 10,6 Millionen Euro Umsatz (sieben Prozent) in das neue Shopping-Center. Deutlich spürbare Umverteilungen prognostiziert das Gutachten in den Branchen Bekleidung, Bücher, Schreib- und Spielwaren sowie Elektrowaren. Aus den Randbezirken Giesenkirchen, Wickrath, Odenkirchen und Rheindahlen fließen drei bis fünf Prozent Umsatz nach Mönchengladbach ab. Dies entspricht einem Umsatzverlust für die Stadtteile zwischen 400.000 bis 700.000 Euro. Auch auf die umliegenden Ortschaften wird das Center Auswirkungen haben und Kaufkraft abziehen: Etwa 4,2 Millionen Euro werden für Viersen, 1,6 Millionen Euro für Erkelenz und 1,2 Millionen Euro Kaufkraftabfluss für Erkelenz prognostiziert. Dies entspricht einer Umverteilungsquote von nur drei bis vier Prozent.

Fazit der Gutachter: Das Einkaufscenter ist mit einer Verkaufsfläche von 26.000 m² im "worst case" für Mönchengladbach und das Umland absolut verträglich. Damit bieten die "Mönchengladbach Arcaden" wesentlich mehr Chancen als Risiken