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BFW begrüßt Vorstoß der Regierungsfraktionen zur Mittelstands-Entlastung

Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Spitzenverband der privaten Immobilienwirtschaft, begrüßt den Vorstoß der Regierungsfraktionen von CDU/CSU und FDP, kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zu stärken und bürokratische Hemmnisse abzubauen. „Der Mittelstand ist der Motor der Wirtschaft. Gerade die Immobilienwirtschaft wird durch KMU geprägt, die einen Großteil der Arbeitsplätze stellen und schaffen. Eines der größten Hemmnisse für die von Natur aus stark fremdfinanzierte Branche ist derzeit nach wie vor der Zugang zu Finanzmitteln“, erklärt BFW-Präsident Walter Rasch. Charakteristisch für die Immobilienbranche ist eine hohe Fremdkapitalquote, die oft – gerade bei Bauträgern und Projektentwicklern – über 75 % liegt.

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Als Bremsklotz sieht Rasch vor allem die neuen Basel III-Regeln: „Die EU-Kommission hat im ‚Small Business Act’ von 2008, der bislang umfassendsten europäischen KMU-Initative, unter anderem die Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln für KMU zugesagt. Dieser Grundsatz wird durch das Ende letzten Jahres beschlossene Basel III-Regelwerk ausgehebelt. Vor allem kleine und mittelständische Immobilienunternehmen, die mit einem hohen Investitionsvolumen arbeiten, sind besonders betroffen“, kritisiert der BFW-Präsident. Dies betreffe insbesondere Bauträger – hier haben laut BFW-Research rund 95 Prozent eine Fremdkapitalquote von über 75 %. Aber auch im Bereich Denkmalimmobilien, Gewerbeimmobilien, Projektentwicklung und Sanierung ist die Mehrzahl der Unternehmen stark auf die Fremdfinanzierung angewiesen.

Die neuen Basel III-Regelungen haben einen direkten Einfluss auf die Kreditvergabemöglichkeiten und Kreditkonditionen der Banken. Angesichts erhöhter Mindestkapitalquoten und dem zusätzlichen Eigenkapital für die Hinterlegung von Krediten wird sich der Kreditvergabespielraum der Banken verringern. Geringere Langfristfinanzierung und/oder die Erhöhung der Margen werden bei den Banken die notwendige Folge sein.

„Um die bewährte deutsche Langfristfinanzierung, die Voraussetzungen für Investitionen und damit auch Arbeitsplätze, nicht zu gefährden, muss ein verstärktes Augemerk auf die Auswirkungen von Basel III-Regelungen gesetzt werden“, fordert der BFW-Präsident. Auch wenn die verbesserten Regulierungen der Finanzmärkte notwendig sind, sollte dies nicht auf Kosten des Mittelstandes geschehen.