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Mitiska REIM nimmt deutsche Retail Parks ins Visier

Der belgische Asset Manager Mitiska REIM hat deutsche Retail Parks auf die Einkaufsliste seines Fonds First Retail International 2 (FRI 2) gesetzt. Der Fonds hat gerade mit 190 Millionen Euro sein zweites Closing deutlich über der Zielmarke von 120 bis 150 Mio. Euro abgeschlossen und damit genug Kapital für die nächste Einkaufstour zusammen. Bis dato hat der Fonds 105 Mio. Euro in den CEE Länder Rumänien, Polen und der Tschechischen Republik investiert, derzeit untersucht der Fondsverwalter nun auch aktiv Anlagemöglichkeiten in Deutschland. Dabei liebäugelt Mitiska REIM vor allem mit bestehenden Ertragsimmobilien, die durch ein aktives Asset Management Wertsteigerungspotenzial bieten oder mit neuen Projektentwicklungen. Neben Deutschland stehen zudem die Länder Spanien und Frankreich mit auf der Liste.

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Laut Mitiska REIM verdankt der FRI 2 das starke Fundraising dem Erfolg des Vorgängerfonds „First Retail International 1“, der seit 2013 ein Portfolio von 19 Retail-Park-Immobilien in Belgien, Frankreich, Rumänien, Polen, der Tschechischen Republik und Serbien aufgebaut hat. Bereits im ersten Closing im März diesen Jahres sammelte der FRI 2 in kürzester Zeit 124 Mio. Euro von neuen und Bestandsinvestoren ein. Fokus des geschlossenen Fonds sind ausschließlich europäische Einzelhandelsimmobilien, die in der Peripherie von Städten liegen. Diese umfassen sowohl Gruppen von Einzelgeschäften als auch integrierte Retail-Parks. Dabei wird eine Nettorendite (IRR) von 10 %+ pro Jahr angestrebt. Neben den derzeit ausgewählten Investitionsländern Rumänien, Polen und die Tschechische Republik erweitert der Fondsverwalter seinen Radius auf ganz West-, Mittel- und Osteuropa, besonders in Deutschland sei man derzeit aktiv auf Suche. Mit einem möglichen Leverage von 50 % liegt das Bruttoinvestitionsvermögen des Fonds nun bei fast 400 Mio. Euro. Eine dritte und letzte Runde der Kapitalbeschaffung wird voraussichtlich im September 2016 stattfinden.

„In ganz Osteuropa sind Retail-Parks einer der wichtigsten und am schnellsten wachsenden Bereiche des Immobiliensektors im Einzelhandel, da sie sich an verkehrsgünstigen Standorten auf alltägliche Einkaufsbedürfnisse konzentrieren. Dies ermöglicht uns wiederum, qualitativ hochwertige Mieter wie C&A oder Deichmann zu gewinnen. Und auch in Deutschland, Spanien und Frankreich sowie in verschiedenen anderen west- und mitteleuropäischen Ländern werden Retail-Parks immer öfter zur ersten Wahl für Einzelhändler, die sich durch gut sichtbare Standorte, niedrige Besetzungskosten und die Tatsache auszeichnen, dass diese Zentren von Käufern mit Kaufabsichten besucht werden. Damit wachsen Retail-Parks trotz des wirtschaftlichen Gegenwinds im Einzelhandelsbereich und des Wachstums des Online-Handels kontinuierlich. Für unsere Investoren in FRI 2 bedeutet dies, dass wir damit eine sehr attraktive Zielrendite bieten können, basierend auf einer klaren Strategie und Fokus auf einen Anlagenbereich, der von gewerblichen Immobilieninvestoren bis heute noch keine Aufmerksamkeit erhalten hat„, so CEO Axel Despriet.

Das Retail-Parks hierzulande allerdings noch keine “Aufmerksamkeit" erhalten haben, ist wohl Definitionssache. Auch im ersten Halbjahr 2016 waren im Einzelhandeslsegment Fachmärkte bezogen auf den Umsatzanteil am gesamten Investmentvolumen an der Spitze [Retailinvestments mit durchschnittlichem Ergebnis]. Die Assetklasse machte in Deutschland knapp 46 % des gesamten Transaktionsvolumens von 4,1 Mrd. Euro aus. Mit weitem Abstand auf Platz zwei folgen Shopping Center mit 21,5 %, die sich damit knapp vor Geschäftshäusern mit 19 % platzieren.