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MIPIM 2015 - Niederlande: Verteidigung beginnt im Sturm

Für seine Sprüche ist der ehemalige niederländische Fussball-Nationaltrainer Luis van Graal sowohl berühmt als auch berüchtigt. So fussballphilosophierte er am 20. Mai 2010 vor dem Champions League-Finale Bayern München gegen Inter Mailand: „Verteidigung beginnt im Sturm, Angriff beim Tormann“. Seine Taktik ist auch auf der MIPIM gefragt: Gemeinsam mit Investoren und Projektentwicklern wollen Städte wie Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Haarlemmermeer verlorenes Terrain zurückgewinnen. Zukunftsfähige Stadtkonzepte für das Wohnen und Arbeiten von morgen werden sie dazu präsentieren und die Ergebnisse einer Studie über die Wettbewerbsvorteile von Amsterdam vorstellen.

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Wie schätzen Marktkenner die Potenziale des niederländischen Immobilienmarktes ein? Würden sie eher kaufen oder verkaufen? „Wohnungen eher kaufen, Büros eher verkaufen bzw. refurbishen“, antwortet Catella-Researcher Dr. Thomas Beyerle wie aus der Pistole geschossen. Warum? Weil der am stärksten regulierte Wohnungsmarkt Europas seit 10 Jahren stark liberalisiert werde. Da sei mit Verwerfungen zu rechnen, was für Investoren durchaus von Vorteil wäre. Bei Büros ist er jedoch nicht ganz so zuversichtlich gestimmt. „Im Bürobereich kommen in den nächsten 5 Jahren etliche Gebäude in den Gewerbegebieten auf den Markt. Für viele wird es kein Leben danach mehr geben – also besser heute raus, als in 3 Jahren.“ Das Comeback scheint moderater auszufallen, als es die letztjährigen Investments suggerieren. Trotzdem gibt es Spielraum, meint Barbara Knoflach, Vorstandschefin von SEB, denn der niederländische Immobilienmarkt erlebe seit gut einem Jahr eine Renaissance und „der Nachfragedruck auf die Zentren der Top-4-Städte Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht wächst, so dass das Angebot hier bereits sehr ausgedünnt ist und sekundäre Lagen mehr und mehr in den Fokus rücken.“ Für EMEA-Researcherin Hela Hinrichs von JLL bleiben Büroinvestments vor allem wegen der Ankaufsrenditen attraktiv, die für Premiumobjekte zwischen 5,2 % in Amsterdam und 5,95 % in Den Haag liegen und damit deutlich über dem Durchschnitt von aktuell 4,46 % im übrigen Westeuropa. So oder so ist der Ball rund und das Spiel hat 90 Minuten – ist zwar nicht von Luis van Graal, dafür aber nach wie vor gültig.

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• B-Städte: Provinz mit Potenzial
• Interview with Dr. Roy Friedemann, Senior Housing Finance Specialist at IFC
• Frankfurt: Die Luxusmarken kommen
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• Zwei ungleiche Partner finden zusammen - Logistikimmobilien und der Lebensmittelhandel
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