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MIPIM 2015 - Spanien: Nie mehr 2. Liga

So angriffslustig die „Königlichen“ sind, so siegreich kehren sie heim. Ob Primera División oder Champions League – Madrid ist ganz vorne mit dabei. Wieviel Kampfgeist die Madrilenen und auch die Katalanen aus dem Fussballstadion zur MIPIM mitnehmen, wird sich zeigen. Eines ist jedoch gewiss: Sowohl in der spanischen Hauptstadt als auch in Barcelona geht in Sachen Immobilien wieder was. Erstklassige Büroobjekte in Madrid gehören dem kürzlich erschienen Magazin „Perspektive 2015“ der Deutschen Bank zufolge, etwa zu den Top-Performern in Europa in den kommenden 5 Jahren. Nun denn, auf in den Kampf, Torero!

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Doch was ist wirklich dran an der Erholung des spanischen Immobilienmarktes? Die sogenannte „Erholung“ erkläre sich vor allem durch den dramatischen Rückgang der Immobilienwerte und dem daraus abgeleiteten idealen Einstiegspunkt, den insbesondere angelsächsische Investoren seit 2013 nutzen, relativiert Dr. Thomas Beyerle, Catella's Chef-Researcher, die Hochstimmung ein bisschen. Ebenfalls verhalten optimistisch zeigt sich EMEA-Researcherin Hela Hinrichs von JLL. Der Weg sei noch weit und im Zweifel steinig, aber der spanische Immobilienmarkt hätte sich in 2014 wieder gefangen. „Die Mieten steigen, besonders deutlich war dies in den vergangenen 12 Monaten im Einzelhandel, wo die Spitzenmieten in den 1-A-Lagen um 15 % in Madrid und knapp 14 % in Barcelona gestiegen sind.“ Ferner erwartet die Expertin in naher Zukunft eine weitere Markterholung mit steigenden Mieten und Preisen im Bürosektor. In der Tat sind nationale wie internationale Investoren auf Beutezug, wie etwa die spanische KKH Capital & Property, die zusammen mit dem US-Private Equity Fonds Perella Weinberg, 500 Millionen Euro in Madrid, Barcelona und Lissabon anlegen will. Aktiv ist das Joint Venture bereits im Sommer 2014 gewesen und hat für 90 Millionen Euro das frühere Headquarter der Deutschen Bank in Barcelona erworben, um es in ein Luxushotel umzubauen. Doch so verlockend die momentane Lage auch ist, sieht SEB-Vorstandschefin Barbara Knoflach auch die Gefahren: „In Anbetracht der wieder belebten Projektentwicklungstätigkeit dürften Investitionen in Spanien allerdings riskant bleiben.“ Da ist es im Immobiliengeschäft nicht anders, als im Fussball-Business: Ob die eingekauften Stars Tore schießen, sieht man erst, wenn sie spielen.

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• Immobilienfinanzierung: Des einen Leid, des anderen Freud
• B-Städte: Provinz mit Potenzial
• Interview with Dr. Roy Friedemann, Senior Housing Finance Specialist at IFC
• Frankfurt: Die Luxusmarken kommen
• CEE Wieder auf Kurs
• Zwei ungleiche Partner finden zusammen - Logistikimmobilien und der Lebensmittelhandel
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