Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

MIPIM 2015 - Polen: Hot Spot für Investoren

Dass man mit den Polen rechnen muss, zeigt nicht nur der bisherige Verlauf ihrer Qualifikationsspiele für die Fussball-Europameisterschaft. Auch wirtschaftlich ist das Land mit seinen 38,5 Millionen Einwohnern gut aufgestellt. Keine Rezession, positive Wirtschaftslage, steigender Konsum – drei Faktoren, von denen andere europäische Länder nur träumen können. Der Immobilienmarkt spiegelt die hervorragende Ausgangslage wider: Für 3,2 Milliarden Euro wurden im vergangenen Jahr gewerbliche Immobilien in Polen gehandelt, nur 8 % weniger als im Rekordjahr 2013. Entsprechend selbstbewusst präsentiert man sich auf der MIPIM mit einem „Primetime Poland VIP Lunch“ für „Movers & Shakers“ und blickt optimistisch in die Zukunft der Assetklassen Büro, Einzelhandel und Industrie.

.

Allerdings buhlen immer mehr Investoren um lukrative Objekte und wollen in der 1. Liga Polens mitspielen. Ist auf dem polnischen Immobilienmarkt eventuell mit einem Run um die besten Büroobjekte und Shopping Center zu rechnen? Die Rallye habe bereits vor 7 Jahren eingesetzt, als der Rest Europas in der Finanzkrise versunken sei, so Chef-Researcher Dr. Thomas Beyerle bei Catella. Er sieht Polen als einen der „Hot Spots für Investoren“ und begründet dies unter anderem auch damit, dass „weiterhin jeder vierte Zloty im Ausland verdient wird, was eine starke Konsumentwicklung mit sich bringt“. Ähnlich positiv schätzt Tomasz Trzóslo, Managing Director bei JLL in Polen, die Lage jenseits der Oder ein und verweist darauf, dass insbesondere der Einzelhandelssektor mit einem Transaktionsvolumen von 570 Millionen Euro zum guten Gesamtergebnis beigetragen habe. Investoren sollten ihre Stollen also besser nachziehen, wenn sie schneller sein wollen, als die Konkurrenz. Doch der harte Wettbewerb könnte durchaus eine Kehrseite haben. Denn während gute Shopping Center kaum verfügbar seien, kämen 2015/16 reichlich Officegebäude an den Markt, so dass der Druck auf den Büromieten erhalten bleibe, gibt SEB-Vorstandschefin Barbara Knoflach zu bedenken. Und JLL-Manager Trzóslo fügt hinzu, dass vor diesem Hintergrund die Nettoanfangsrenditen auf dem gegenwärtigen Niveau bleiben oder sogar leicht sinken könnte. Wer die Rallye unbeschadet überstehen will, sollte sich also vor einer Bänderdehnung in acht nehmen.

Lesen Sie mehr zur MIPIM in der aktuellen Printausgabe PROPERTY MAGAZINE 01/2015. Außerdem erwarten Sie natürlich auch spannende redaktionelle Themen aus anderen Bereichen:

PROPERTY MAGAZINE ABONNIEREN oder EINZELHEFT BESTELLEN

Weitere Themen im aktuellen Heft:

• Immobilienfinanzierung: Des einen Leid, des anderen Freud
• B-Städte: Provinz mit Potenzial
• Interview with Dr. Roy Friedemann, Senior Housing Finance Specialist at IFC
• Frankfurt: Die Luxusmarken kommen
• CEE Wieder auf Kurs
• Zwei ungleiche Partner finden zusammen - Logistikimmobilien und der Lebensmittelhandel
• Hotel: Von Luxus bis Budget
• Berlin – Ein schlafender Riese erwacht
• Herausforderung Smart Grid – Vom Einzelobjekt zur Immobilie 4.0
• uvm.