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MIPIM 2015 - Großbritannien: We are the champions

Der Countdown läuft, in wenigen Tagen trifft sich die MIPIM erneut an der Cote d'Azur. Mehr denn je steht das Vereinigte Königreich im Fokus von Investoren. Entsprechend gerüstet laufen die britischen Mannschaften bei der MIPIM auf: Neben den bekannten Stars aus der Premier League, allen voran London, Manchester, Liverpool, Leeds und Birmingham, wird auch die walische Hafenstadt Cardiff mit von der Partie sein und ihre Ideen für die Stadterneuerung präsentieren. Die unangefochtene Nummer 1 ist und bleibt jedoch die Millionenmetropole an der Themse.

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Kein Wunder, bei Mietsteigerungen zwischen 8 % und 10 % in den letzten 12 Monaten, wie der druckfrische „Global Investor Sentiment Report“ von Colliers berichtet. Das Vertrauen der Projektentwickler in die Londoner City ist weiterhin ungebrochen, wie sich an den zahlreichen Neuplatzierungen ablesen lässt: UBS etwa wartet darauf, sein neues Headquarter im 65.000 m² großen „5 Broadgate“ beziehen zu können, im Frühjahr 2016 wird der ehemalige New Yorker Bürgermeister und heutige Unternehmer Michael R. Bloomberg seine europäische Dependance im „Bloomberg Place“ eröffnen und mit dem 37-stöckigen „Walkie-Talkie“ in der Fenchurch Street hat London eine weitere spektakuläre Architekturikone zu bieten. Dank niedrigem Leitzins und einer nicht vorhandenen Kapitalertragssteuer fließen reichlich Gelder aus dem chinesischen, amerikanischen und arabischen Raum in die City of London.

Wie dick muss die Geldbörse sein, um am Londoner Immobilienmarkt noch mithalten zu können? „Dicker als in anderen europäischen Märkten“, ist sich Hela Hinrichs, National Director bei Jones Lang LaSalle EMEA Research, sicher. „Die Bürokapitalwerte sind in London für Spitzenobjekte mehr als viermal so hoch, wie im teuersten deutschen Markt München. Daher weisen bereits flächenmässig kleinere Gebäude einen vergleichsweise hohen Kaufpreis auf.“ Schreckt das internationale Kapitalgeber? Nicht wirklich, wie ihre Zahlen beweisen: „In London gab es 63 Transaktion über 100 Millionen GBP in 2014, in München im gleichen Zeitraum 7.“ Doch wenn alle auf der Suche nach einem guten Deal sind, wird es eng, teuer und zuweilen auch unrentabel. Bieten englische B-Städte eventuell Potenzial? Hier sind die Expertenmeinungen durchaus differenziert. Während Catella's Chef-Researcher Dr. Thomas Beyerle die Situation eher skeptisch betrachtet, aufgrund weggebrochener Industriezweige aus dem 20. Jahrhundert, ohne wirtschaftliches Rückgrat im technologisch-industriellen Sektor, haben sich einige Investoren bereits im vergangenen Jahr von höheren Renditen in die Provinz locken lassen. „Allerdings haben die positiven Markterwartungen und das große Investoreninteresse bereits zu stark sinkenden Nettoanfangsrenditen von 50 bis 75 Basispunkten über die letzten 12 Monate geführt und weitere Preissteigerungen wie auch weiter anziehende Mieten werden erwartet“, so EMEA-Researcherin Hinrichs von JLL. Wer in 2015 über den „Transfermarkt“ der MIPIM an erstklassige Gebäude-Champions kommen möchte – ob in London oder in den Regionalmärkten -, sollte über einen kundigen Scout verfügen, wie es scheint.

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• B-Städte: Provinz mit Potenzial
• Interview with Dr. Roy Friedemann, Senior Housing Finance Specialist at IFC
• Frankfurt: Die Luxusmarken kommen
• CEE Wieder auf Kurs
• Zwei ungleiche Partner finden zusammen - Logistikimmobilien und der Lebensmittelhandel
• Hotel: Von Luxus bis Budget
• Berlin – Ein schlafender Riese erwacht
• Herausforderung Smart Grid – Vom Einzelobjekt zur Immobilie 4.0
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