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MIPIM 2008 – ein Muss?

Die MIPIM in Cannes bemüht das Klischee, dass man da sein muss. Das wird von Jahr zu Jahr fraglicher. Immer neue Rekordzahlen bei Ausstellern und Fachbesuchern untermauern scheinbar diesen Eindruck, tatsächlich bedeutet das aber nicht nur Gutes: Die von mir alljährlich kritisierte überdehnte Infrastruktur der Stadt und die Organisationsfähigkeit des Veranstalters erweisen sich in diesem Jahr als gänzlich überfordert.

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Die MIPIM überholt sich selbst: Die Kommunikation wird extrem schwer, weil kein Termin eingehalten werden kann – weder zu Fuß, per Shuttle oder Taxi. Im „Bunker“ herrscht alles andere als Arbeitsatmosphäre, außer auf den Ständen mit Terrasse und natürlich auf den Booten und in den umliegenden Restaurants. Links und rechts vom „Messepalast“ steht eine Massierung von Zelten, belegt mit pittoresken Immobilien-Angeboten, deren Nachhaltigkeit bezweifelt werden darf.

Persönlich haben wir indessen auch erlebt, dass es zunehmend wieder mehr wirtschaftlich fundierte, eigenkapitalstarke Käufer gibt, mancher aber mit der klaren Erwartung weiter sinkender Preise.

Der Markt verhält sich insoweit geteilt: Die einen äußern ernsthafte Kaufabsichten, weil die Kaufpreise gegenüber dem Vorjahr gesunken sind. Andere sehen den Kredit-Tsunami mit Immobilien-Auswirkung noch vor sich.

Wir persönlich sehen unsere im Vorjahr geäußerten defensiven Erwartungen als erfüllt an: Die Nachhaltigkeit von Beratung, Cash Flow, Lage- und Objektqualität, die Glaubwürdigkeit von Value Added- und Exit-Strategien sind endlich wieder kaufentscheidende Parameter. Eine sehr positive Entwicklung, die die internationale Wettbewerbsfähigkeit des robusten Immobilienmarktes in Deutschland stärkt.

Der Champagner war so kühl wie immer. Die vielen fröhlichen Gesichter, die nachts auf der Croisette flanieren, erinneren langjährige und aufmerksame MIPIM-Beobachter an das Konzert auf der Titanic. Man darf gespannt sein.