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Minister Bonde beteiligt Bürger an Nationalpark-Debatte

Aus Sicht der Landesregierung könnte ein Nationalpark wertvolle touristische und wirtschaftliche Impulse in der Region setzen. Das Gebiet eines möglichen Nationalparks im Nordschwarzwald würde rund 10.000 Hektar betragen, die ausschließlich im Staatswald liegen. Wodurch keinerlei Privatwald- oder Kommunalwaldflächen in Anspruch genommen werden müssten. Erste Voruntersuchungen unter der schwarz-gelben Vorgängerregierung haben laut des Ministeriums bereits ergeben, dass in Baden-Württemberg nur der Nordschwarzwald für einen möglichen Nationalpark in Frage kommt, dal nur dort ausreichend große, naturnahe Flächen ohne größere Zerschneidungen und im Eigentum des Landes konzentriert sind. Der konkrete Suchraum für einen möglichen Nationalpark beträgt rund 17.000 Hektar Staatswald. Bei der Debatte um einen möglichen Nationalpark sei es aber besonders wichtig, die Meinung der Bevölkerung mit in die Planungen einzubeziehen. Daher hat das Ministerium an 120.000 Haushalte einen Fragekatalog geschickt.

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„Bei der Diskussion um einen möglichen Nationalpark im Nordschwarzwald ist es mir besonders wichtig, in einen direkten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort einzutreten. In den vergangenen Wochen habe ich viele intensive Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern, Vertreterinnen und Vertretern der Region sowie zahlreichen Interessenvertretern über einen möglichen Nationalpark geführt. Um noch mehr Bürgerinnen und Bürger direkt erreichen zu können, erhalten in diesen Tagen etwa 120.000 Haushalte in der Region einen Informationsflyer zum Nationalpark. So stellen wir sicher, dass sich jede Bürgerin und jeder Bürger vor Ort mit eigenen Fragen und Anregungen in das Verfahren einbringen kann“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, am Donnerstag in Stuttgart.

Die Beiträge der Bürger werden in ein Gutachten einfließen. Im Auftrag des Ministeriums wird eine unabhängige Unternehmensberatung darin die Auswirkungen eines Nationalparks auf die Region in allen Facetten fachlich fundiert und ergebnisoffen prüfen. „Die Belange des Naturschutzes, der Wirtschaft und des Tourismus, aber auch die Auswirkungen auf Arbeitsplätze und das Freizeitverhalten der Bürger vor Ort müssen berücksichtigt werden. Dies erreichen wir nur, wenn die Fragen für den Gutachter gerade auch von den Menschen aus der Region selbst kommen“, so Bonde.

Insgesamt erhalten etwa 120.000 Haushalte in Freudenstadt, Baiersbronn, Bad Wildbad, Dobel, Enzklösterle, Bad Herrenalb, Loffenau, Baden-Baden, Gernsbach, Forbach, Weisenbach, Oppenau, Bad Peterstal-Griesbach, Bühl, Bühlertal, Ottersweier, Achern, Sasbach, Ottenhöfen im Schwarzwald, Lauf, Sasbachwalden und Seebach einen Informationsflyer mit Antwort-Postkarte. Bis zum 16. September können die Bürgerinnen und Bürger mitteilen, worauf die Gutachter bei der Erstellung des Gutachtens besonders achten sollten. Jede Rückmeldung wird ausgewertet und geprüft sowie insbesondere in eine Fachtagung der Akademie Ländlicher Raum einfließen, die Ende September mit rund 500 Vertretern aus Verbänden, Wirtschaft und Kommunalpolitik aus dem Nordschwarzwald stattfindet und ebenso von Professor Ortwin Renn und seinem Team begleitet wird.