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Mieten in Düsseldorf und Köln auf neuem Höchststand

Die Düsseldorfer Königsallee ist nach wie vor bei Käufern und Luxushändlern eine der gefragtesten Edelmeilen Europas. Seit einiger Zeit interessieren sich auch Top-Filialisten aus dem Mainstream-Segment für Mode- und Lifestyle immer stärker für diese Lage. Die Kölner Schildergasse erreicht bei der Ladenmiete für den 100-Quadratmeter-Standardshop erstmals 200 Euro pro Quadratmeter. Dies ergibt der „Retail Market Report“ zur Entwicklung deutscher Einzelhandelsstandorte in den vergangenen zwölf Monaten, den Atisreal Deutschland, bundesweit führender Berater für Gewerbeimmobilien, Ende Oktober veröffentlicht hat.

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Düsseldorf: „Kö“ im Wandel, Flinger Straße im Aufwind
Die hochwertig besetzte Königsallee und die eher konsumorientierte Schadowstraße liegen bei der Miete weiterhin gleichauf; sie legten bei einem 100-Quadratmeter-Standardshop gegenüber 2005 um jeweils 5 Euro auf 185 Euro pro Quadratmeter zu. Wegen der anhaltend sehr guten Nachfrage verzeichnete die Flinger Straße den größten Mietsprung: Hier kostet die Ladenfläche 15 Euro mehr als im Vorjahr (2006: 165 €/m²). Damit steht Düsseldorfs beste Altstadtlage im regionalen Preisranking an sechster Stelle, hinter der Schildergasse (200 €/m²) und der Hohen Straße (195 €/m²) in Köln, den beiden Konkurrenzstandorten in Düsseldorf (Königsallee und Schadowstraße) und dem Westenhellweg in Dortmund (170 €/m²). „Daher entdecken vor allem Händler, die mit geringeren Spannen als der Textilhandel kalkulieren müssen, etwa für Geschenkartikel, Einrichtung, Telekommunikation und Bücher, zunehmend die Mittelstraße und den angrenzenden Karlplatz als bezahlbare Alternativen“, so Christoph Meyer, Mitglied der Geschäftsleitung von Atisreal und Bereichsleiter Retail Services. „Die Flinger Straße bleibt weiterhin der bevorzugte Standort für alle, die ein vorwiegend junges Szenepublikum bedienen und gute Passantenfrequenzen suchen.“

Köln: Unangefochten die Nummer 1 im westdeutschen Einzelhandel
Die Schildergasse, jahrelang Deutschlands meistfrequentierte Einkaufsstraße, fiel 2006 auf den Platz 5. Den gleichen Rang belegt sie im bundesweiten Vergleich der Ladenmiete hinter München, Frankfurt, Stuttgart und Berlin und vor Hamburg. „Für die Zukunft erwarten wir hier weitere leichte Preissteigerungen, denn wie an den anderen Top-Standorten übersteigt die Flächennachfrage bei Weitem das Angebot“, erläutert Meyer. Die Hohe Straße löste in diesem Jahr die Schildergasse als passentenstärkste Fußgängerzone ab. Die Ehrenstraße hatte sich in den vergangenen Jahren als szenig-trendige Lage herausgebildet, die nun zunehmend von internationalen Marken und Filialisten nachgefragt wird.

Region West: Kaufpreismultiplikatoren gestiegen, Mieten stabil
Betrachtet man die Investitionen in Einzelhandelsimmobilien, so legten fast alle Städte der Region West beim Kaufpreismultiplikator um meist 0,5 bis 1,5 Punkte zu; Köln und Düsseldorf erreichten sogar Spitzenwerte bis zum 20,5-Fachen. Die Mieten der 22 untersuchten Städte stiegen in 5 Fällen, die Hälfte blieb unverändert. In Oberhausen hat das CentrO der Innenstadt die wirtschaftliche Lebensgrundlage dauerhaft entzogen, weshalb sie sich anscheinend irreversibel auf einem sehr schwachem Preisniveau eingependelt hat (5 € Mietrückgang/m²; 2005 waren es 30 €/m²). In Essen scheint der Markt mit einer vorübergehenden Unsicherheit auf das Shoppingcenter-Großprojekt Limbecker Platz von KarstadtQuelle und ECE zu reagieren; hier ging die Miete von 110 auf 95 Euro pro Quadratmeter zurück. „Für die Zukunft ist zu erwarten, dass die Innenstadt und damit auch der Investmentmarkt von diesem Projekt profitieren werden“, prognostiziert Christoph Meyer.