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Meilenstein für Universität und Finanzplatz Frankfurt

„Frankfurt ist bereits heute das Kompetenzzentrum für Geld und Währungspolitik im kontinentalen Europa. Mit der Umsetzung unseres Projekts ‚House of Finance’ an der Johann Wolfgang Goethe-Universität verfestigen wir diesen Status. Dabei verfolgt die Hessische Landesregierung gemeinsam mit der Universität den Weg einer gezielten Schwerpunkt- und Profilbildung. In Kooperation mit namhaften nationalen und internationalen Banken und Institutionen entwickeln wir ein europäisches Kompetenzzentrum für Finanzforschung“, erklärte der Hessische Finanzminister Karlheinz Weimar heute anlässlich des Baubeginns für das House of Finance auf dem Campus Westend.

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Mit der Umsetzung des Projekts ‚House of Finance’ würden alle finanzwirtschaftlichen Aktivitäten in und um die Universität Frankfurt räumlich, inhaltlich und organisatorisch gebündelt. „Das ‚House of Finance’ wird ein europäisches Kompetenzzentrum für Finanzplatzforschung. Es ist Ausdruck der Konzentration auf die Kernkompetenz ‚Finance’, Schnittstelle für Fachbereiche Jura und Wirtschaftswissenschaften, das gemeinsame Dach für bisher noch verstreute Institutionen, das Zentrum der Weiterbildung im Bereich „Finance“, Treffpunkt von Praxis und Wissenschaft und somit das zentrale Aushängeschild für Finanzplatzforschung und Ausbildung in Deutschland und Europa. Kurz gesagt: Das House of Finance ist ein weltweit einmaliges Projekt, das Kompetenzen zusammenfasst und Synergien hebt“, fasste Weimar zusammen. „Wir können stolz darauf -2- sein, dass ein solches Projekt, das weltweit Beachtung findet, im Herzen Frankfurts realisiert wird.“

Ein moderner Finanzplatz brauche hoch spezialisierte Mitarbeiter auf allen Ebenen der Qualifikation und für sehr unterschiedliche Fachrichtungen. Finanzmarktprodukte könnten heute so komplex sein, dass die klassische Banklehre oder selbst ein normales wirtschaftswissenschaftliches Studium längst nicht mehr ausreichten. „Entsprechende Fachkräfte sind international knapp, weisen meist eine hohe Mobilität auf, und sie kennen ihren Marktwert. Dies bedeutet, dass das Angebot universitärer und sonstiger Bildungseinrichtungen für die Wettbewerbsfähigkeit eines Finanzmarktes eine strategische Größe darstellt. Ein Finanzplatz braucht Menschen und Ideen“, erklärte der Finanzminister. Der Finanzplatz Frankfurt konkurriere mit anderen Finanzplätzen somit nicht nur um das Finanzkapital von Investoren, sondern auch um Humankapital und damit um die „besten Köpfe“.

Das organisatorische Gefüge des House of Finance orientiere sich an modernen und schlanken Management-Strukturen. „Bauliches Konzept, Binnenorganisation und strukturierte Prozesse erlauben eine weitgehend von administrativen und bürokratischen Hürden befreite wissenschaftliche Entfaltung“, umriss Finanzminister Weimar die Erwartungen der Landesregierung und der Finanzwirtschaft.

Insgesamt werden im House of Finance mehr als 130 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten; eine Linkliste der im House of Finance vertretenen Institutionen findet sich vorstehend. Das Kuratorium für das House of Finance, dem unter anderen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der Hessische Ministerpräsi- -4- dent Roland Koch und der Hessische Minister für Finanzen, Karlheinz Weimar, angehören, wird sich im kommenden Herbst konstituieren.

Der Baubeginn für das House of Finance markiert zugleich den Auftakt für die Umsetzung des ersten Clusters des Ausbaus des Campus Westend. Im Zuge der Maßnahme werden Neubauten für die Fachbereiche Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaften, das neue Hörsaalzentrum und die Erweiterung des Casinos errichtet. Zeitgleich erbauen die beiden großen Kirchen ein Studierendenwohnheim mit 414 Plätzen in zentraler Campuslage, und die Max Planck-Gesellschaft errichtet den Neubau für das MPI für Europäische Rechtsgeschichte. Die Neubauten sollen bis Ende 2008 bezogen sein.