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Mehr Energieeffizienz für Immobilien

Zwei Megatrends haben in den letzten Jahren in der Immobilienbranche deutlich Konturen angenommen: Die Globalisierung und die Kapitalmarktorientierung. Bislang noch weniger konkret, dafür aber genauso turbulent heizt die Energieeffizienz-Diskussion die Investoren, Eigentümer und Nutzer von Immobilien in Deutschland auf, befeuert von immer neuen Meinungen, Informationen und Vorgaben aus der Politik. Das politische Theater sorgt zwar für Verwirrung, klar ist jedoch, dass das Thema Energieeffizienz neben der Globalisierung und der Kapitalmarktorientierung als dritter Megatrend die Immobilienmärkte der Zukunft beeinflussen wird. Im Dreieck von Versorgungssicherheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit und vor dem Hintergrund des stetig größer werdenden Energiehungers der aufstrebenden Schwellenländer wie China und Indien ist Effizienz im Energiesektor Gebot der Stunde und sorgt für Handlungsdruck.

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Fraglos: Steigende Preise für Öl, Gas und Strom werden die Immobilienwelt verändern – und zwar durch die Bank bei Wohnimmobilien, Bürogebäuden, Hotels, Einkaufs-, Kultur- und Sportzentren, Kirchen, Schulen, Logistikimmobilien, Betriebseinrichtungen. Rund 17 Mio. Wohngebäude und 6 Mio. Geschäfts- und Verwaltungsgebäude hinterlassen ihre Spuren in der Energiebilanz Deutschlands und können von der Verpflichtung der Bundesregierung zur Verringerung der Treibhausgas-Emissionen nicht ausgenommen werden.

Die durchschnittliche wirtschaftliche Lebenserwartung einer Immobilie beläuft sich auf etwa vierzig Jahre. Rund 20% der in dieser Zeitspanne verursachten Gesamtkosten entstehen während der Planungs- und Bauphase, die verbleibenden 80% hingegen zu Zeiten der eigentlichen Nutzung. Ein erheblicher Anteil der Betriebskosten wiederum fällt für die Energie- und Wasserversorgung des Gebäudes an.

Einige hundert Mio. m² gewerblich genutzter Flächen haben ihren eigenen Energiebedarf und dessen Emissionen belasten die Umwelt in nicht zu unterschätzendem Ausmaß. 60% dieser Gewerbeflächen sind älter als 25 Jahre und demzufolge auch unter Gesichtspunkten der Energieeffizienz renovierungsbedürftig. Und im Blick auf die ca. 100 Mio. m² Büroflächen, die es in Deutschland gibt, liegt der Nachbesserungsbedarf im energetischen Bereich bei 15-20%. Insgesamt ein Viele-Milliarden-Euro-Markt, der sich unter dem Thema Energieeffizienz allein in Deutschland auftut.

Durch die Übertragung energiepolitischer Zielsetzungen auf die Immobilienwirtschaft ist die Branche in Bewegung geraten. Einsparpotenziale wurden erkannt und vom Gesetzgeber die entsprechenden Schritte in Form der EU-Gebäuderichtlinie und der deutschen EnEV in die Wege geleitet. Daraus ergibt sich ein erheblicher Informations- und Beratungsbedarf. Diesem Informations- und Beratungsbedarf entspricht Jones Lang LaSalle durch die Implementierung einer neuen globalen Dienstleistung, den Energy and Sustainability Services (ESS).

Denn mit den Fragen über die ökonomische Verträglichkeit der von der Politik beschlossenen Maßnahmen werden die Akteure auf den Immobilienmärkten weitgehend allein gelassen und das Thema Energieeffizienz verlagert sich auf die betriebswirtschaftliche Ebene. Ein Grundthema dabei ist die systematische Steuerung, Erfassung und Kontrolle energetischer Daten für Gebäudebestände, bis hin zu Energiebilanzen – und das erfordert ein ganzheitliches Instrumentarium und wird in Deutschland spätestens mit der Bedingung zur Vorlage von Energieausweisen die Wettbewerbsfähigkeit an Gebäuden und Gebäudebeständen beeinflussen.