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Maritim weiter im Aufwind

Die Maritim Hotelgesellschaft hat auch im Jahr 2006 wieder zulegen können. Der Gesamtumsatz lag mit 378 Millionen Euro gut 41 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig erhöhte sich der GOP um 20 Millionen Euro. Damit unterstreicht das zweitgrößte deutsche Hotelunternehmen auch im Jahr 2006 seine stabile Ertragslage. Mit den 47 Hotelbetrieben - zehn davon im Ausland - konnte die Belegung der von Maritim geführten Hotels mit 57 Prozent nochmals um einen Prozentpunkt erhöht werden. Gleichzeitig wurde der Zimmerpreis auf 83,32 Euro gesteigert (Vorjahr 78,32 Euro). Der RevPAR stieg somit gegenüber 2005 um 3,68 Euro.

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Das positive Ergebnis des Jahres 2006 wurde vor allem durch das im Mai des Jahres in Betrieb genommene Maritim Hotel Dresden sowie das hervorragende Ergebnis des zwei Jahre zuvor eröffneten Internationalen Congress Centers Dresden unterstützt. Besonders erfolgreich liefen 2006 auch die Hotels in Berlin, Hamburg, Stuttgart, Darmstadt und auf Mauritius. Dazu kam der positive Effekt der Fußball-Weltmeisterschaft. Maritim war mit 16 Häusern Partner der FIFA und konnte durch die WM wie geplant einen zusätzlichen Umsatz von zwölf Millionen Euro verbuchen.

Für das laufende Geschäftsjahr strebt die Maritim Hotelgesellschaft einen Umsatzzuwachs von gut fünf Prozent gegenüber 2006 an. Dieser ist vor allem bedingt durch die sehr gute Nachfrage im Segment Tagungen und Kongresse in den deutschen Städten. Nach einem guten Start in das Jahr und aufgrund der Vorausbuchungen für die Maritim Hotels kann davon ausgegangen werden, dass dieses Ziel erreicht wird.

Ausbau der internationalen Präsenz
Der Ausbau der internationalen Präsenz rückt immer weiter in den Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Soeben wurden die Verträge für drei Fünf-Sterne Resorts in Ägypten unterzeichnet, die bisher als Mövenpick Hotels firmierten. Ab Januar 2008 wehen drei blaue Segel über dem Maritim Jolie Ville Golf & Resort Sharm El Sheikh (418 Zimmer sowie ein 18-Loch-PGA-Championship-Golfplatz), dem Maritim Jolie Ville Resort & Casino Sharm El Sheikh (396 Zimmer) sowie dem Maritim Jolie Ville Luxor Island Resort (332 Zimmer). Das Haus in Luxor befindet sich nur sechs Kilometer entfernt vom Tal der Könige und den antiken Tempeln von Karnak und Luxor, die Häuser in Sharm El Sheikh liegen beide direkt am Roten Meer.

Bereits im Dezember 2006 hat die mit Maritim verbundene HMS International Hotel GmbH einen Managementvertrag für ein Vier-Sterne-Plus Hotel auf Mallorca unterzeichnet, das Maritim Hotel Galatzó bei Paguera im Südwesten der Insel. Das Haus mit 184 Zimmern und Suiten liegt in einer subtropischen Garten- und Poollandschaft mit Blick auf die Bucht von Santa Ponsa und Paguera. Es wurde 1972/73 im Stil spanischer Herrensitze erbaut und öffnet im Spätsommer 2007 nach einer aufwendigen Renovierungsphase seine Pforten.

Im Rahmen von Managementverträgen mit HMS firmieren auch zwei neue Häuser in der Türkei als Maritim Hotels, seit Januar 2007 das Fünf-Sterne-Haus Grand Azur in Marmaris (287 Zimmer), ab Mai 2007 auch der Club Alantur in Alanya (284 Zimmer, Erweiterung auf 355 Zimmer geplant). Beide Häuser wurden zuvor als Iberostar-Hotels geführt. Zusammen mit dem Maritim Hotel Pine Beach Resort in Belek ist Maritim dann dreimal in der Türkei vertreten. Außerdem gehören über HMS noch zwei Hotels in Tunesien (Djerba 332 Zimmer, Hammamet 184 Zimmer) zur Maritim Familie. Ein neues Haus entsteht gerade in Estepona an der Costa del Sol. Es öffnet 2008. Weitere interessante Standorte für Maritim Resorts werden zurzeit verhandelt.

Expansion in Deutschland
In Deutschland besetzt Maritim zurzeit die letzten strategisch wichtigen Standorte. Im Mai 2006 öffnete das neue Maritim Hotel Dresden in den Mauern des historischen Erlweinspeichers. Das Haus liegt direkt an der Elbe in unmittelbarer Nähe zur Altstadt und in direkter Nachbarschaft zum neuen, ebenfalls von Maritim betriebenen Internationalen Congress Center Dresden (Kapazität bis zu 6.000 Personen). Das Vier-Sterne-Plus-Haus mit 328 Zimmern, einem Hotelrestaurant, einer Pianobar und einem großzügigen Wellnessbereich bietet sowohl Tagungsgästen als auch privaten Besuchern den gewohnten Maritim Komfort und kann im ersten halben Geschäftsjahr mit einer durchschnittlichen Belegung von 70 Prozent bereits exzellente Ergebnisse vorweisen.

Jüngstes Projekt des Unternehmens ist das Maritim Hotel Düsseldorf, für das im März 2007 das Richtfest gefeiert wird. In direkter Anbindung an das Terminalgebäude des Flughafens wird dann im Dezember 2007 das erste Maritim Hotel der Landeshauptstadt eröffnen. Es ist gleichzeitig das größte Kongresshotel Nordrhein-Westfalens. Das Haus verfügt über 533 Zimmer und Suiten, ein Restaurant, eine Sushi-Bar, ein Bistro, eine Braustube, eine Bar, eine VIP-Lounge und einen Wellnessbereich. In zwei großen Sälen und 21 Konferenzräumen und Tagungssuiten werden auf insgesamt 6.000 m² Veranstaltungen für bis zu 5.000 Personen stattfinden können. Das Haus bekommt bereits jetzt Buchungsanfragen für 2010 und darüber hinaus.

Neues Marktsegment Patientenhotel
Maritim beschreitet 2007 auch ganz neue Wege. Als erste Hotelkette in Deutschland engagiert sich das Unternehmen für eine innovative Produktlinie: das Patientenhotel. Partner bei dem Projekt ist das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Am Campus Lübeck auf dem Gelände der Klinik entsteht mit einem Investitionsvolumen von 19,5 Millionen Euro ein Hotel der Drei-Sterne-Plus-Kategorie. Das Haus wird von Maritim geplant und nach Eröffnung im Frühjahr 2009 dann auch geleitet. Die entsprechenden Verträge wurden Mitte Februar unterschrieben. Das Hotel umfasst neben 120 Zimmern eine Rezeption, ein Restaurant/Bistro, eine Bar und Tagungsräume. Zugute kommen wird die neue Einrichtung insbesondere stationären Patienten, die sich bereits in der Regenerationsphase befinden und keine intensive medizinische Betreuung mehr benötigen. Weitere Zielgruppen sind ambulante Patienten sowie Angehörige. Der Aufenthalt im Patientenhotel stellt einen integralen Bestandteil der Klinikversorgung dar, gleichzeitig bietet das Haus aber auch die Annehmlichkeiten eines Hotels.