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Altes Fernmeldeamt

Marienburg und Peakside erhalten grünes Licht für Uni-Campus am Rothenbaum

Der Uni Campus Schlüterstraße geht in die Realisierung: Marienburg Real Estate und Peakside Capital Advisors haben für die Um- und Neubaumaßnahmen des „Alten Fernmeldeamts“ grünes Licht vom Bezirksamt erhalten.

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Peakside Capital
DGNB
Marienburg Real Estate
Hamburg

Peakside hatte das Gebäude 2016 für die von ihr gemanagten Peakside Real Estate Funds II und III von Wölbern erworben [wir berichteten] und Anfang 2020 die umfassenden Umbaupläne vorgestellt [wir berichteten]. Das zwischen 1902 und 1920 in zwei Bauabschnitten erstellte, denkmalgeschützte Gebäude wird seit 2016 im Rahmen der Projektentwicklung und Komplettsanierung von Marienburg im Auftrag des Eigentümers umfassend betreut. Im Rahmen der Altbausanierung und der Erstellung des Neubaus werden zusätzlich zu den reduzierten Flächen der Bestandsmieter - GMG (Telekom), der Deutsche Post AG und der Deutsche Funkmast GmbH - insgesamt ca. 52.000 m² Mietfläche für die Freie und Hansestadt Hamburg geschaffen, die in 2019 einen entsprechenden Mietvertrag unterzeichnet hatte [wir berichteten]. Zur Umsetzung der Neukonzeption konnten Flächenreserven mobilisiert und Neubauflächen ergänzt werden. So konnte im Zuge der Entwicklung das Nachbargrundstück mit dem alten, angrenzenden Hochbunker in der Binderstraße erworben werden. Nach Abbruch des Bunkers entsteht hier ein Neubau mit etwa 4.500 m².

Der im November 2020 eingereichte Bauantrag umfasste neben dem Neubau in der Binderstraße und in den Innenhöfen des Altbaus die komplette Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudebestandes in der Schlüterstraße 51-59. Dabei wird das Gebäude, soweit es mit dem Denkmalschutz vereinbar ist, auf den neuesten energetischen Stand gebracht. Die Neubauten werden als KfW-40 Effizienzgebäude ausgeführt. Durch die Umsetzung einer nachhaltigen Planung sollen Alt- und Neubau eine DGNB-Zertifizierung in Gold erhalten.

Campus Schlüterstraße © Andreas Heller Architects & Designers
Die Freie und Hansestadt Hamburg plant auf ihren Mietflächen folgende Nutzer unterzubringen: das Humanities Research Center der Universität Hamburg, die ZBW – Leibnitz-Informationszentrum Wirtschaft, das Studierendenwerk Hamburg sowie das German Institute of Global and Area Studies (GIGA). Die UHH ist eine der größten Universitäten Deutschlands und seit 2019 Exzellenzuniversität. Sie wird 62 % der Mietflächen für sich beanspruchen; der Rest entfällt zu rund 23 % auf das ZBW und zu 15 % auf das GIGA.

Die Übergabe der Mietflächen an die Freie und Hansestadt Hamburg erfolgt voraussichtlich im zweiten Quartal 2025. Mit dem Erhalt der Baugenehmigung steht der Realisierung nun nichts mehr im Weg. Die Offenlegung des Bebauungsplans erfolgte im 1. Quartal 2022. Die Zustimmung des Stadtplanungsausschuss und der Bezirksversammlung liegen bereits seit Ende April 2022 vor.