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Makler- und Bauträgerrecht: Prüfung der Zahlungsfähigkeit des Interessenten

Selbst wenn sich der Makler verpflichtet hat, die Zahlungsfähigkeit des Kaufvertragsinteressenten zu prüfen, schließt der Abschluss des Kaufvertrages im Bewusstsein des damit verbundenen Risikos eine Kausalität zwischen einer etwaigen Pflichtverletzung des Maklers und dem eingetretenen Schaden aus, urteilte das Landgericht Bremen am 20.06.2007. Im zugrunde liegenden Fall sollte der Makler die Bonität des Kaufinteressenten prüfen, unterließ jedoch nach Vorlage eines gefälschten Kontoauszuges weitere Nachforschungen. Da der Verkäufer nach eigenen Angaben trotzdem bei Abschluss des Kaufvertrages noch Zweifel an der Bonität des Käufers hatte und zusätzlich auch noch Sicherungsklauseln im Kaufvertrag hat vorsehen lassen, sei die Pflichtverletzung des Maklers jedoch nicht ursächlich für den späteren Schaden geworden.

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Kommentar
Das Urteil des Landgerichts Bremen stützt sich im Wesentlichen auf den eigenen Vortrag des Verkäufers zu seinen erheblichen dauerhaften Zweifeln an der Bonität des Käufers. Das Gericht hat mithin im Ergebnis nicht feststellen können, dass der Entschluss des Verkäufers, den Kaufvertrag zu unterzeichnen, auf den Angaben des Maklers zum Ergebnis seiner (fehlerhaften) Prüfung der Zahlungsfähigkeit beruhte.

Ein Makler, der solch einen Prüfungsauftrag übernimmt, sollte sich dennoch nicht auf vorgelegte Kontoauszüge verlassen, sondern vielmehr tatsächlich Auskünfte der üblichen Auskunfteien oder direkt bei den Banken einholen.

Fundstelle: LG Bremen, Urteil vom 20. Juni 2007, 7 O 23/07 - www.landgericht.bremen.de