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Lodging Econometrics: Erste Dreijahresprognose für die Hotelbranche in Europa

Lodging Econometrics (LE) gibt die Zusammenstellung und Herausgabe der allerersten umfassenden Hotelbauprojektaufstellung und eine Vorschau auf Hotelneueröffnungen in den Jahren 2007, 2008, 2009 und danach für jedes Land in Europa bekannt.

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„Es gibt derzeit 513 aktiv verfolgte Bauprojekte mit 93.669 Zimmern in den 40 Ländern Europas. Von ihnen befinden sich 59 %, d.h. 302 Projekte mit 52.580 Zimmern bereits im Bau. Der Baubeginn für weitere 74 Projekte mit 13.830 Zimmern ist in den kommenden 12 Monaten geplant, während 137 Projekte mit 26.989 Zimmern sich in verschiedenen Stadien der Anfangsplanung befinden“, so Patrick Ford, Präsident von LE.

„Nach Jahren bescheidenden Wachstums profitiert die Region jetzt von der expandierenden Weltwirtschaft, einer beispiellosen Verfügbarkeit von Investitionskapital, der blühenden Tourismusbranche und scheint jetzt “rund„ zu laufen. In Verbindung mit der zunehmenden Belegungsrate, den steigenden Zimmerpreisen und dem Gästezimmermangel auf vielen wichtigen Märkten bietet Europa ein attraktives Investitionsklima, das in der Hotelbranche Anlass zu einer starken Bautätigkeit gegeben hat“, sagte Ford.

„Die neue Europareports von LE beschreiben den Bauaufschwung im Einzelnen. Sie enthalten nicht einfach nur einzelne Projektbeschreibungen, sondern für jedes Land und jeden Markt, für die führenden Bauträger und für jede Hotelmarke und jedes Unternehmen auch eine Vorschau auf Neueröffnungen in den Jahren 2007, 2008, 2009 und danach. Es war eine gewaltige Aufgabe, so detaillierte Informationen aus der Bauwirtschaft zusammenzutragen und diese dann auf ihre Richtigkeit mit dem jeweiligen Hotelmarkenmanagement zu überprüfen. Die ersten, die uns ermutigt hatten, unsere Untersuchung international auszuweiten, waren unsere Wall-Street-Kunden, die der Meinung waren, dass internationale Hotelbetriebe einen wachsenden Anteil an den US-amerikanischen Hotelunternehmen und den entsprechenden Immobilieninvestmentfirmen haben. Doch den ersten Eindrücken zufolge scheinen die Untersuchungsberichte von LE für europäische Branchenanalysten, Bauunternehmen und Hotelfirmen sogar noch interessanter zu sein“, sagte Ford.

Von den 513 geplanten Hotels werden 272 (53 %) Full-Service 4-und 5-Sterne Hotels sein, die meist im Stadtzentrum, in der Nähe von ausserstädtischen Zentren, am Flughafen oder an Urlaubszielen gelegen sind. 281 Projekte haben 100 bis 200 Zimmer, meist ausgewählte Dienstleistungen und ein begrenztes Restaurations- und Konferenzraumangebot.

„Die Bauträger haben für 72 % der geplanten Projekte bereits eine Hotelmarke ausgewählt“, sagte Ford. „Wir gehen davon aus, dass ungefähr weitere 10 % ihre Entscheidung treffen werden, wenn das Projekt durch den Zulassungs- und Finanzierungsphase läuft. Die Tatsache, dass über 80 % aller Neueröffnungen Markenhotels sind, ist ein augenfälliger Beweis für die Macht und Bedeutung internationaler Marken in der zunehmend globalisierten Wirtschaft“.

Das Tempo der Neueröffnungen wird weiter zunehmen
LEs allererste angebotsorientierte Prognose für Europa zeigt, dass
im Jahre 2007 143 Hotels mit 23.046 Zimmern eröffnet werden, das sind ca. 28 % aller geplanten Projekte. Weitere 176 Hotels mit 30.234 Zimmern (34 %) werden voraussichtlich im Jahre 2008 eröffnet, während die verbleibenden 194 für 2009 und danach geplant sind. Da Investitionskapital weithin und zu einmalig attraktiven Konditionen verfügbar ist, gehen wir von einem kontinuierlichen Planungszufluss durch neue Projektankündigungen aus, sodass die Neueröffnungen ihr Maximum voraussichtlich erst Anfang des nächsten Jahrzehnts erreichen werden.

Grossbritannien mit den meisten geplanten Projekten
In den vorangegangenen Zyklen wiesen die fünf stärksten Wirtschaftsmächte in Europa, nämlich Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Spanien üblicherweise die stärkste Bautätigkeit auf.

Doch weist Grossbritannien in diesem Zyklus mit 147 Projekten das bei weitem grösste Planungsvolumen aus. Es stellt 29 % des geplanten Gesamtvolumens dar. 63 Projekte befinden sich im Bau, während 24 weitere innerhalb der nächsten 12 Monate in Angriff genommen werden sollen. Eine ungewöhnlich hohe Zahl von 60 Projekten befindet sich in verschiedenen Phasen der frühen Planung. Diese Zahl wird jedoch jetzt, wo London zum Austragungsort der Olympischen Spiele 2012 ausgewählt wurde, sicherlich mit weiteren Ankündigungen neuer Projekte noch weiter steigen.

London ist ein blühender Immobilienmarkt und weist die höchste Belegungsrate in Europa auf. Selbst ohne den zusätzlichen Schwung durch die Olympischen Spiele hat London mit 74 geplanten Projekten mit 13.417 Zimmern bereits 50 % aller in der Entwicklung befindlichen Projekte in Grossbritannien auf sich vereinigt. In London sind auch fast fünfmal so viele Projekte geplant wie in Moskau, der in Europa an zweiter Stelle liegenden Stadt. Spanien ist das zweitgrösste Land mit 74 geplanten Projekten.

Russland, eine durch die Öl- und Gasentwicklung aufkommende Volkswirtschaft, weist mit 34 Projekten mit 8.867 Zimmern eine schnell wachsende Planungsaktivität aus. Die durchschnittliche Projektgrösse liegt mit 261 Zimmern an der Spitze aller Länder in Europa. Die beiden grössten Städte sind unterbelegt. Moskau mit 15 Projekten und Sankt Petersburg mit 10 Projekten machen bereits 74 % aller russischen Projekte aus und stellen 82 % der geplanten Zimmer.

Die Türkei ist eine blühende Marktwirtschaft, die derzeit eine wirtschaftliche Renaissance erlebt. Mit 28 Projekten und 5.874 Zimmern steht die Türkei an vierter Stelle in der Region.

Die Bautätigkeit ist kräftig. Wobei die Hälfte der Bautätigkeit sich auf das grösste Wirtschaftszentrum in Istanbul konzentriert.

„Es hat seit einiger Zeit nicht mehr einen derartigen Aufschwung der Bautätigkeit gegeben. Die Volkswirtschaften wachsen, wir leben in einer langen Periode des Wohlstandes, Investitionskapital ist verfügbar, die Zinsen sind attraktiv und die Hotelbranche hat sich wirtschaftlich gut erholt. Alle Bauträger wollen offensichtlich in diesem Zyklus rechtzeitig auf den Zug aufspringen. Die nächsten Jahre erscheinen für die Hotelentwicklung recht günstig, allerdings unter einer Voraussetzung; nämlich dass keine wesentlichen politischen bzw. wirtschaftlichen Veränderungen auf uns zukommen“, so Ford.