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„Spannendes Projekt“

Kilian und WBM entwickeln Wieweil für 150 Mio. Euro

Lange Zeit herrschte auf dem Areal des ehemaligen „Eckwerk“ an der Holzmarktstraße Stillstand. Mit einer gemeinsamen Projektgesellschaft aus KIM Kilian-Immobiliengruppe und WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH wird nun unter dem neuen Namen „Wieweil“ eine Bebauung realisiert.

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Gemeinsam wollen die Partner ein gemeinwohlorientiertes Projekt verwirklichen, das unter der Leitidee des „Lebenslanges Lernen“ steht. Bereits der Name „Wieweil“ repräsentiere, so die Projektgesellschaft, das ständige Miteinander von Frage und Antwort. Aktuell steht das Projekt kurz vor dem Bauvorbescheid. Baubeginn ist für Anfang 2023 angesetzt und die Fertigstellung für Anfang 2026. Laut Jürgen Kilian, Geschäftsführer KIM Kilian Immobiliengruppe, plant die Projektgesellschaft mit einem Bauvolumen von 150 Millionen Euro.

„Ich freue mich, dass wir bei diesem spannenden Projekt mit der heutigen Vorstellung der überarbeiteten Planungen einen wichtigen Schritt vorangekommen sind. Für deren Realisierung wurden die Partner KIM und die WBM 2019 unter mehreren Bewerbern von der Stiftung Abendrot ausgesucht. Das Vorhaben sieht die Errichtung eines Gebäudeensembles mit gemischten Nutzungen vor und leistet mit seiner extensiven Begrünung von fast 40 Prozent der Fläche des Gebäudeensembles einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Mit dem gemeinwohlorientierten Mietenkonzept tragen wir außerdem dafür Sorge, dass die künftigen Mieterinnen und Mieter sich die entstehenden Wohnungen auch leisten können“, kommentiert Sebastian Scheel, Senator für Stadtentwicklung und Wohnen.
 
„Das heute präsentierte Vorhaben stellt für den Bezirk einen spannenden Baustein im Rahmen der Projektentwicklungen entlang des Spreeraums dar. An dieser Stelle ist der Stadtraum heute geprägt von den Verkehrsstraßen und großmaßstäblichen Büro- und Wohngebäuden. Mit Wieweil kann hier nun eine vielschichtigere Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Co-Working, Kultur, Freizeit und Gastronomie entstehen, die auch Angebote an die Öffentlichkeit mit sich bringt. Diese sollen in einem transparent ausgebildeten Sockel entstehen, der Durchwegungen, Aufenthaltsbereiche sowie Nutzungen und Ausblicke auf die Spree von einer Terrasse aus ermöglicht. Mit dieser Konstellation kann eine wünschenswerte und lebendige städtebauliche Verknüpfung zum Holzmarkt und in den Spreeraum entstehen“, erklärt der Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, Florian Schmidt.

Bei der Projektvorstellung waren (v.l.n.r.) Jürgen Kilian, Geschäftsführer KIMKilian Immobiliengruppe; Dr. Hans-Ulrich Stauffer, Stiftung Abendrot; Sebastian Scheel, Senator für Stadtentwicklung und Wohnen; Florian Schmidt, Bezirksstadt für Bauen, Planen und Facility Management, Friedrichshain-Kreuzberg, und Steffen Helbig, Geschäftsführer WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH, anwesend. © Berlinboxx
Nach Evaluierungsprozess und Auswahl durch die Stiftung Abendrot, dem Eigentümer des Grundstücks, haben KIM (Kilian Immobiliengruppe) und WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH eine gemeinsame Projektgesellschaft gegründet, die nun das geplante Projekt gemeinsam realisieren und betreiben wird. „Wir sind froh, mit dem Konsortium KIM/WBM erfahrene Berliner Partner gefunden zu haben, die bestrebt sind, die Ziele der Stiftung Abendrot mit einem tollen inhaltlichen Konzept zu realisieren und das lange geplante gemeinwohlorientierte Projekt in Berlin doch noch umsetzen werden“, sagt Hans-Ulrich Stauffer, Gründer der schweizerischen Stiftung.
 
Für das in mehrerlei Hinsicht herausfordernde Areal ist in den letzten zwei Jahren in Abstimmung mit der Stadtplanung ein neuer städtebaulicher Entwurf mit den Büros Graft und Kleihues + Kleihues erarbeitet worden, den nun sowohl Bezirks- wie Senatsverwaltung als grundsätzlich genehmigungsfähig ansehen. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist es, nach all den Verzögerungen endlich die Chance zu ergreifen, die die Stiftung Abendrot als gemeinwohlorientierter Grundstücksbesitzer für die Berliner bietet.

Die Pläne für den Bau wurden in enger Abstimmung mit Bezirks- und Senatsverwaltung vorangetrieben. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der gemeinwohlorientiert Lernen, Gewerbe und bezahlbares Wohnen, vor allem für junge Menschen, verbindet. Auf 36.000 m² soll eine Wohn- und Wissenslandschaft entstehen. 

Vereine, Organisationen und Unternehmen, die sich mit dem weiten Feld des Wissens und dessen Vermittlung beschäftigen, sollen mit dem Projekt einen zentralen Hub in Berlin finden. Zusätzlich entstehen etwa 250 Wohnplätze, die vor allem Studierenden und Auszubildenen für eine Gesamtmiete von etwa 400 Euro bewohnen können. Auch die Gewerbeflächen sind preislich so angelegt, das sie mit circa 9 Euro/m² von sozialen Einrichtungen angemietet werden können. 

„Es ist wichtig für Berlin, dass auch in stark nachgefragten zentralen Lagen Raum für neue Formen des Wohnens und Arbeitens entsteht. Wir als WBM nehmen gerne die einzigartige Chance wahr, unsere Kompetenz im Bau und Betrieb bezahlbarer Wohnungen und attraktiver Gewerbeflächen in dieses spannende Projekt einzubringen. Die WBM ist in diesem Umfeld stark präsent. Insofern stellt das Vorhaben auch eine interessante Weiterentwicklung unseres bestehenden Angebots dar“, betont Steffen Helbig, Geschäftsführer der WBM.
 
„Wir haben bisher schon mit unseren Projekten dazu beigetragen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen – nun ergänzen wir dies um bezahlbare Büroflächen. Wir freuen uns, mit Wieweil einen Zukunftsort zu schaffen, an dem viele Akteure auf dem Feld des Wissens und Lernens zusammenkommen können, um sich und uns alle voranzubringen. Wie sehr wir solche Orte brauchen, hat uns nicht zuletzt die Pandemie gelehrt“, führt Jürgen Kilian, Geschäftsführer von KIM, aus.
 
Die KIM Kilian Immobiliengruppe hatte bereits in den vergangenen Jahren für die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Degewo und WBM das Quartier Paulsternstraße [wir berichteten] und die Pepitahöfe mit insgesamt über 1500 bezahlbaren Mietwohnungen realisiert [wir berichteten]. Bei diesem Projekt gehen KIM und WBM nun noch einen Schritt weiter, indem sie eine gemeinsame Projektgesellschaft gegründet haben, um das Vorhaben zusammen zu realisieren und zu betreiben. Neben dem bezahlbaren Wohnen für Studierende und Auszubildende schafft der Neubau auch bezahlbare Gewerbeflächen in einem Markt, der in dieser zentralen Innenstadtlage zuletzt noch stärkere Mietsteigerungen als der Wohnungsmarkt aufwies.