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LEG NRW - Bestes Ergebnis seit fünf Jahren

Die LEG-Unternehmensgruppe hat das Geschäftsjahr 2005 mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen und damit den Erfolg ihres Drei-Sparten-Modells unter Beweis gestellt. Das sagten die LEG-Geschäftsführer Thomas Hegel und Ulrich Tappe auf der heutigen Bilanzpressekonferenz der LEG NRW in Düsseldorf. Die breite Aufstellung mit den Geschäftsbereichen Wohnen, Development (Standort- und Projektentwicklung) und Public Services (Stadtentwicklung) habe die Marktposition des Unternehmens gestärkt. „Mit dieser Mischung hat die LEG NRW inzwischen nahezu eine Alleinstellung am Markt“, betonten die Geschäftsführer. „Die Sparten ergänzen sich und sorgen für Synergieeffekte, insbesondere bei Projekten im Rahmen der Stadt- und Quartiersentwicklung.“ Die Unternehmensgruppe verfüge in ihrer Gesamtheit über ein höheres Ertragspotenzial als die Summe der einzelnen Geschäftsbereiche. Strategisches Ziel der LEG-Geschäftsführung sei es daher, das Drei-Sparten-Modell beizubehalten, weiterzuentwickeln und dadurch die Marktstellung des Unternehmens weiter zu verbessern. „Wir setzen uns dafür ein, das derzeitige Geschäftsmodell auch im Rahmen der geplanten Privatisierung der LEG zu erhalten.“

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Durchgehend gute Resultate
Das Geschäftsjahr 2005 hat die LEG mit durchgehend guten Resultaten abgeschlossen und die Zielvorgaben der Jahresplanung deutlich überschritten. Der Umsatz der LEG-Unternehmensgruppe stieg gegenüber dem Vorjahr um 32 Prozent auf 728,2 Mio. Euro. Der Konzernbilanzgewinn lag mit 81,2 Mio. Euro über dem des Vorjahres (57,9 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss nach Steuern betrug 23,6 Mio. Euro, während in 2004 ein leichter Fehlbetrag verzeichnet worden war. Das Jahresergebnis 2005 ist damit das höchste der zurückliegenden fünf Jahre. Die Bilanzsumme blieb mit 3,3 Mrd. Euro unverändert.

Bei einer uneinheitlichen Branchenlage konnten die einzelnen Unternehmenssparten neue Nachfrage-Trends nutzen und negative Entwicklungen weitgehend kompensieren. Die Sparte Wohnen steigerte ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent auf 601,6 Millionen Euro und trug mit einem Jahresüberschuss von 15,1 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei (Vorjahr 8,1 Millionen Euro). Die Leerstandsquote blieb mit 2,7 Prozent auf einem niedrigen Niveau unterhalb des Branchendurchschnitts in Nordrhein-Westfalen von 3,3 Prozent. „Unsere Vermietungserfolge führen wir vor allem auf die konsequente Vor-Ort-Betreuung unserer Mieter und die Umsetzung des Modernisierungs- und Instandhaltungsprogramms zurück“, sagte Thomas Hegel. Konzernweit stiegen die Instandhaltungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um fast 40 Prozent auf 76,7 Millionen Euro. Die Sparte nutzte die intensive Nachfrage von Investoren nach Wohnimmobilien zur Veräußerung von rund 8.000 Wohnungen und profitierte im Ergebnis stark davon.

Development-Sparte verdoppelte Umsatz
Die Development-Sparte verdoppelte ihren Umsatz auf 100,6 Millionen Euro und erzielte ein Jahresergebnis von 10 Millionen Euro (Vorjahr 1,3 Millionen Euro). „In dieser positiven Entwicklung spiegeln sich der erfolgreiche Abschluss von Projekten und ihre Veräußerung an nationale und internationale Investoren“, sagte Ulrich Tappe. „Außerdem konnten wir trotz Marktschwäche die Umsätze im Bauträgergeschäft steigern.“ Die Sparte Public Services konnte sich angesichts der generell zurückhaltenden Nachfrage der öffentlichen Auftraggeber unerwartet gut behaupten. Die Umsätze blieben mit 22,2 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres, der Jahresüberschuss wurde leicht gesteigert (von 0,1 auf 0,3 Millionen Euro).

Positive Impulse im laufenden Geschäftsjahr
Im laufenden Geschäftsjahr überwiegen nach Einschätzung von Hegel und Tappe die positiven Impulse. Der Wohnungsmarkt differenziere sich weiter je nach Region; das Angebot müsse passgenau auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten sein. Die LEG habe darauf mit der Auflage eines der größten Investitionsprogramme der Unternehmensgeschichte im Umfang von 88 Mio. Euro reagiert. Zur Aufwertung besonders problematischer Standorte beteilige sich die LEG am Programm Stadtumbau West; allein im Dorstener Stadtteil Wulfen-Barkenberg liege das Investitionsvolumen bei rund 20 Millionen Euro. Im Development-Bereich sei mit einer anhaltend hohen Nachfrage von Investoren nach Immobilien in guter Lage und mit potenten Nutzern zu rechnen. Die Sparte Public Services erschließe sich mit neuen Dienstleistungsangeboten – etwa seniorengerechte Quartiersentwicklungen und die Moderation von Planungsprozessen mit Bürgerbeteiligung - zusätzliches Marktpotenzial. „Wir gehen derzeit davon aus, dass wir das gute operative Ergebnis des Geschäftsjahrs 2005 in diesem Jahr halten können“, so Tappe und Hegel.

Stabile Kundenbeziehungen
Die vom Hauptgesellschafter angestoßene Privatisierungsdiskussion wird nach Einschätzung der Geschäftsführung im zweiten Halbjahr 2006 verstärkt die Wahrnehmung der LEG-Unternehmensgruppe prägen. Aufgrund der stabilen Kundenbeziehungen seien jedoch keine gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen zu erwarten. „Wir verfolgen unsere operativen Ziele unverändert konsequent. Wir nutzen die Stärken der LEG, und wir werden ergebnisorientiert Ertragspotenziale heben. Unser wichtigstes Kapital sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihr Know-how und ihr Engagement für das Unternehmen einsetzen.“ Die LEG werde weiterhin ihrem guten Ruf als bestandsorientierter Vermieter gerecht werden. Dies werde durch einen kundennahen Mieterservice, ein effektives Quartiersmanagement insbesondere in Großsiedlungen und eine zielgruppengerechte Modernisierung von Wohnungen erreicht. Im Development-Bereich setze die LEG auf die Entwicklung von Immobilien, die der regionalen Nachfrage entsprechen, und auf eine konsequente Mischung von kurz- und langfristigen Projekten mit hoher Vorvermietungsquote. Die Sparte Public Services werde mit ganzheitlichen und innovativen Ansätzen Fragen kommunaler Entwicklung aufgreifen und auf diese Weise weiterhin ein starker, lösungsorientierter Partner der Kommunen sein.